Letzter Schliff für den Kia Stinger

3. Juli 2017

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Der Kia Stinger, der im vierten Quartal 2017 auf den Markt kommen
wird, erhält zurzeit seinen letzten Schliff. Zur finalen Abstimmung
von Fahrwerk, Bremsen, Getriebe und Motoren wurde die Sportlimousine
weltweit auf den anspruchsvollsten Straßen und unter extremen
klimatischen Bedingungen getestet. Dabei legten die Prototypen des
neuen Modells in Europa, dem Nahen Osten, Asien sowie Nord- und
Südamerika mehr als 1,1 Millionen Kilometer zurück, entsprechend 27
Weltumrundungen.

Die härtesten Belastungstests erfolgten auf dem Nürburgring, an
dem der Hyundai/Kia-Konzern seit 2013 ein eigenes Testzentrum
betreibt. Während die Entwicklung der Modelle mit dem
2,0-Liter-Turbobenziner (2.0 T-GDI) und dem 2,2-Liter-Turbodiesel
(2.2 CRDi) weitgehend abgeschlossen ist, befindet sich die 272 kW/370
PS starke Topversion derzeit in der finalen Testphase. Dabei wurde
die Beschleunigung des Sechszylinder-Turbobenziners noch gesteigert:
Der Stinger 3.3 T-GDI sprintet in 4,9 Sekunden von null auf 100 km/h,
so schnell wie kein Kia-Serienmodell zuvor. Einen Schwerpunkt des
Testprogramms bildet die optimale Abstimmung der in Europa
serienmäßigen Achtstufen-Automatik auf den jeweiligen Motor.

Je nach Motorisierung legten die einzelnen Prototypen des Stinger
bis zu 20.000 Kilometer in der berühmt-berüchtigten ‚Grünen
Hölle‘ zurück; die äußerst anspruchsvolle 21 Kilometer lange
Strecke mit 73 Kurven, Steigungen von bis zu 17 Prozent und einem
Höhenunterschied von rund 300 Metern ermöglicht den so genannten
beschleunigten Dauertest. Innerhalb kurzer Zeit werden dabei auf der
Rennstrecke 10.000 Kilometer gefahren, die ein Fahrzeug in etwa so
beanspruchen wie 160.000 km im Alltagseinsatz.

Der Kia Stinger V6 soll ein groß dimensioniertes
Brembo-Bremssystem mit Vierkolben-Bremssätteln vorn erhalten; es
wurde auf den langen Gefällstrecken der Großglockner-Hochalpenstraße
erprobt, wobei die Kohlenstoffstahl-Bremsscheiben Temperaturen von
800 Grad erreichten.

Das Fahrwerk mit MacPherson-Federbeinen vorn und Mehrlenkerachse
hinten ist so ausgelegt, dass es sowohl ein sportlich-agiles Handling
als auch ein Höchstmaß an Reisekomfort ermöglicht. Je nach
Motorisierung und Ausführung verfügt der Stinger zudem über die
elektronische Fahrwerkseinstellung Dynamic Stability Damping Control
(DSDC). Dieses adaptive System wird mit Hilfe der Beschleunigungs-,
Brems- und Lenkungssensoren gesteuert und passt die Hublänge der
Stoßdämpfer elektronisch an. Dabei kann der Fahrer zwischen zwei
Einstellungen wählen (Normal / Sport), um Fahrverhalten, Rückmeldung
und Agilität auf den individuellen Fahrstil oder die jeweilige
Fahrsituation abzustimmen. Ein wichtiges Ziel der ausgiebigen
Fahrwerkstests war es, den Allradversionen in der Fahrdynamik einen
ähnlichen Charakter zu geben wie den heckgetriebenen Ausführungen.

Und bei einer Sportlimousine, die durch die klassischen Grand
Tourer inspiriert ist, darf natürlich auch der passende Sound nicht
fehlen. Als erstes Kia-Modell ist der Stinger mit dem neuen „Active
Sound Design" (ASD) ausgestattet. Anders als bisherige Systeme, die
den Motorklang mit Hilfe eines Sound-Aktuators verstärken, nutzt das
in Europa entwickelte ASD das Soundsystem des Stinger, um das
Fahrerlebnis durch eine entsprechende Klangkulisse zu intensivieren.
(dpp-AutoReporter/wpr)

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