Lkw-Fahrer sind für Enteisung selbst verantwortlich

26. Dezember 2015

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Herab fallende Eisplatten von Lkw-Dächern oder Hängerplanen stellen für den nachfolgenden Verkehr ein erhebliches Risiko dar. Es ist gesetzlich geregelt, dass für die Entfernung der Eisplatten jeder Lkw-Fahrer selbst verantwortlich ist. Kommt es zu einem Schaden am nachfolgenden Fahrzeug, kann sich der Geschädigte an die Kfz-Haftpflichtversicherung des Halters wenden. Wichtig dabei ist aber der Nachweis, dass die Eisplatten von diesem Fahrzeug fielen. Deshalb sollte der Geschädigte Zeugen notieren und Beweise sichern. Kann der Verursacher nicht mehr ermittelt werden, kommt nur eine Regulierung des Fahrzeugschadens über die eigene Vollkaskoversicherung in Betracht.

Autofahrer, die hinter einen offensichtlich schlecht geräumten Lkw fahren, sollten im Eigeninteresse ausreichend Sicherheitsabstand halten und damit rechnen, dass sich Eisplatten lösen könnten.

Da die wenigsten Lkw über Nacht in einer Halle abgestellt werden können, um die Eisbildung zu vermeiden, wurden auf Autohöfen und Raststätten bundesweit spezielle Räumstellen für Lkw-Dächer eingerichtet. So können verantwortungsbewusste Trucker ihr Gefährt gefahrlos enteisen.

Verstöße werden ohne Eintritt eines Schadens mit 25 Euro Bußgeld bewertet. Wird die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigt, z. B. wenn rutschender Schnee die Sicht durch die Frontscheibe behindert und den Verkehr beeinträchtigt, werden 80 Euro fällig und es gibt drei Punkte in Flensburg. Werden Verkehrsteilnehmer konkret gefährdet, sind 100 Euro und 3 Punkte in Flensburg fällig. Bei einem Verkehrsunfall erhöht sich das Bußgeld auf 120 Euro, mit ebenfalls 3 Punkten in Flensburg. Werden bei dem Unfall Personen verletzt, wird eine strafrechtliche Verfolgung durch den Staatsanwalt eingeleitet und es gibt bis zu fünf Punkte ins Sündenregister. (dpp-AutoReporter/wpr)

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