Manchmal ist der Auffahrende komplett unschuldig

26. März 2014

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Wechselt ein Autofahrer wegen einer Fahrbahnverengung die Fahrspur von links nach rechts und kann ein Reisebus, der bereits auf der rechten Spur unterwegs ist, nicht mehr bremsen und fährt er auf den Pkw auf, so kann der Busfahrer komplett schuldfrei bleiben (und die Kfz-Haftpflichtversicherung des Halters dementsprechend von einer Zahlung befreit sein).

Das gilt jedenfalls dann, wenn er beweisen kann, "dass ein Fahrzeug vorausgefahren ist, welches erst unmittelbar vor dem Unfall die Fahrspur gewechselt hat und dadurch (...) ein Ausweichen nicht mehr möglich oder erheblich erschwert war". Das war hier der Fall. Jeder Fahrstreifenwechsel müsse laut Straßenverkehrsordnung "unter Einhaltung äußerster Sorgfalt" durchgeführt werden. In dem konkreten Fall ergab der Beweis des ersten Anscheins, dass der Pkw-Fahrer genau diese Sorgfalt nicht an den Tag gelegt hatte. (AmG München, 331 C 28375/12) Wolfgang (Büser/dpp-AutoReporter)

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