Mercedes-Werk Rastatt nimmt Produktion der A-Klasse E-CELL auf

15. September 2010

Mit der Mercedes-Benz A-Klasse E-CELL hat das Unternehmen nach dem Produktionsstart des smart fortwo electric drive und der B-Klasse F-CELL Ende 2009 jetzt die Produktion seines dritten Elektro-Pkws gestartet. Auf Basis der aktuellen A-Klasse werden am Standort Rastatt insgesamt 500 lokal emissionsfreie Fahrzeuge gefertigt. Die Fahrzeuge werden in mehreren europäischen Ländern im Rahmen eines Full-Service-Mietmodells an ausgewählte Kunden ausgeliefert, u.a. in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Die beiden Lithium-Ionen Batterien ermöglichen mit der A-Klasse eine Reichweite von mehr als 200 km (NEFZ). Für Vortrieb sorgt ein leiser, lokal emissionsfreier Elektromotor mit 70 kW (95 PS) Spitzenleistung und einem hohen Drehmoment von 290 Nm.

Die E-CELL-Produktion in Rastatt wird in die bestehende Serienfertigungsanlage der A-Klasse integriert. Bei der Elektro-A-Klasse wendet Mercedes alle Entwicklungs- und Produktionsstandards der Serienproduktion auf ein Elektrofahrzeug mit batterieelektrischem Antrieb an. Produktionsseitig sind für die Integration der A-Klasse E-CELL nur geringe Anpassungen notwendig. So wurden beispielsweise an der Bodenstruktur der heutigen A-Klasse neue Konsolen für die Befestigung der Lithium-Ionen Batterien eingeplant. Die Montage inklusive Aggregatvormontage und die „Hochzeit“, der Einbau des Antriebsstrangs in die Karosserie, erfolgen in der A-Klasse-Serienanlage. Lediglich die Montage und Inbetriebnahme der Lithium-Ionen Batterien findet an einem separaten Modul statt. Den Test auf dem Rollenprüfstand, die Regenprobe, die Schlussabnahme und das Finish absolvieren dann alle A-Klassen wieder in einer Reihe.

Ein besonderes Augenmerk wurde im Werk auf die Qualifizierung der Mitarbeiter gelegt. Seit Mercedes-Benz Hochvoltsysteme für Serienfahrzeuge fertigt, gibt es für alle betroffenen Mitarbeiter spezielle Qualifizierungsprogramme. „So stellen wir sicher, dass sie auf den Umgang mit Hochvoltkomponenten optimal vorbereitet sind“, betont Uwe Reich, Projektleiter Produktion A-Klasse E-CELL. Schritt für Schritt wurden die Mitarbeiter mit den Sicherheitsmaßnahmen am Fahrzeug, den Hochvoltkomponenten und dem Aufbau von Hochvoltsystemen vertraut gemacht. Ein zentrales Qualifizierungsband im Werk Rastatt dient dazu, das erlernte Wissen in die Praxis umzusetzen und die Mitarbeiter auf zukünftige Serienprozesse vorzubereiten. (Auto-Reporter.NET/br)

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