Mit OME klimaneutral: Conti testet synthetischen Dieselersatz

8. August 2017

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Synthetische Kraftstoffe, die CO2-neutral erzeugt und verbrannt
werden können, haben das Potenzial, Verbrennungsmotoren
umweltfreundlicher zu machen. Das Technologieunternehmen Continental
hat jetzt den synthetischen Kraftstoff Oxymethylenether (OME)
erfolgreich in Versuchsfahrzeugen getestet. Darunter befindet sich
auch der in diesem Jahr vorgestellte Super Clean Electrified Diesel,
der im Betrieb mit OME-Beimischung noch sauberer arbeitet.

Insgesamt haben die aktuellen Straßentests von Continental
bestätigt, dass Dieselkraftstoff mit 15 Prozent OME-Beimischung für
heutige Dieselmotoren bereits eine technisch verträgliche
Möglichkeit ist, um den CO2-Ausstoß zu senken. Möglich wird das,
weil bei der Herstellung von OME zum Beispiel das Kohlendioxid
genutzt wird, das in Kraftwerken als Abgas anfällt. Durch eine
solche Koppelung der Sektoren Energiewirtschaft, Chemie und Automobil
werden synthetische Kraftstoffe wie OME zu einer sauberen
Brückentechnologie auf dem Weg zur reinen Elektromobilität. Die von
Continental seit Jahren intensiv betriebene Erforschung und Nutzung
synthetischer Kraftstoffe hilft dabei, die CO2-Emissionen von
Fahrzeugen zu reduzieren und damit der Erderwärmung entgegen zu
wirken.

 „Synthetische Kraftstoffe tragen nicht nur zur
CO2-neutralen Mobilität bei. OME für Dieselanwendungen
beispielsweise verbrennt zudem nahezu rußfrei", sagte Dr. Oliver
Maiwald, Leiter Technology & Innovation bei Continental, Division
Powertrain. „Continental treibt deshalb die Fahrzeugtechnologie zur
Nutzung von synthetischen Kraftstoffen aktiv voran. Unser Ziel dabei
ist es, in einer Übergangsphase das gewohnte Fahren klimaneutral zu
ermöglichen."

Die wirtschaftliche Erzeugung synthetischer Kraftstoffe ist eine
der zentralen Herausforderungen in diesem Bereich. So befindet sich
die Prozesstechnik zur Herstellung von OME auf industriellem Maßstab
noch in der Entwicklung. Fahrzeugtests haben gezeigt, dass 15 Prozent
OME-Beimischung im Dieselkraftstoff - zusätzlich zum aktuellen
Biofuel-Anteil von 7 Prozent - schon heute motorisch nutzbar sind.
Durch die nahezu CO2-neutrale Herstellung und Verbrennung von OME
soll der CO2-Ausstoß eines Fahrzeugs mit 15 Prozent OME-Anteil im
Diesel proportional sinken. Beim Versuchsfahrzeug von Continental um
etwa 8,0 Gramm CO2 je Kilometer - und das obwohl die Energiedichte
von OME geringer ist als die von Diesel.

Jeder Kraftstoff hat spezifische Eigenschaften, für die ein Motor
mit all seinen Bestandteilen ausgelegt sein muss. Der Einsatz von OME
hat daher Einfluss auf die gesamte Prozesskette vom Einspritzsystem
über die Verbrennung, die Rohemissionszusammensetzung, die
Abgasnachbehandlung und die Sensorik bis zur Diagnostik. Mit den
technischen Voraussetzungen für eine robuste OME-Nutzung im Fahrzeug
legt Continental die Basis für eine umweltfreundliche
Brückentechnologie zur Elektromobilität. Das schließt die weitere
Optimierung von Hybridfahrzeugen ein. Und vor allem lässt sich auch
die CO2-Bilanz des Schwerlastverkehrs verbessern. Denn hier wird die
Elektrifizierung wegen der Fahrzeugmasse und Nutzlast voraussichtlich
langsamer voranschreiten - was umweltfreundliche Übergangslösungen
umso wichtiger macht. (dpp-AutoReporter/wpr)

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