Motorkapselung optimiert: Länger auf Betriebstemperatur

19. September 2013


Automobilhersteller fokussieren sich auf die Betriebstemperatur des Motors und erhöhen damit Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Die schnelle Aufheizung der Motor- und Getriebeeinheit stellt eine Möglichkeit dar, um beispielsweise Reibungsverluste zu minimieren. Ein anderer Ansatz besteht darin, die Situation eines Kaltstarts zu vermeiden. Indem man bei abgeschaltetem Motor das Abkühlen der Antriebsaggregate verzögert, ist es möglich, signifikant geringere CO2-Emissionen und sinkende Kraftstoffverbräuche zu erzielen. Für eine bessere thermische Dämmung des Motorraums bietet Röchling Automotive jetzt ein neues mehrschichtiges Kapselungsverfahren aus dem Bereich Low WeightReinforced Thermoplastics (LWRT) an, das neben einem optimierten Wärmemanagement auch akustische Vorteile bietet.In der neuesten Generation von faserverstärkten Thermoplasten steckt jahrelange Erfahrung im Bereich der thermoakustischen Isolierung mit Leichtbauwerkstoffen. Das aktuell bis zu 15 Millimeter starke LWRT-Material bietet mit seiner Sandwichstruktur einen extra hohen thermischen Isolationseffekt bei einem besonders niedrigen Gewicht der Bauteile. Für ein optimiertes Thermomanagement im Motorraum sorgen rundum montierte LWRT-Schottwände. Um eine bessere Wirksamkeit zu entfalten, ergänzt Röchling Automotive diese durch zusätzliche Bauteile wie beispielsweise eine Motorabschirmung aus thermoakustisch hochwirksamem Material und steuerbare Luftklappen. In der Summe verzögert eine solche umfassende Kapselung die Abkühlrate deutlich: So konnte Röchling Automotive bei Tests nachweisen, dass über eine Zeitspanne von sieben Stunden bis zu 10 Kelvin Wärmeerhalt mehr im Motorraum möglich sind als ohne Dämmung.Folglich wird der Motor seltener kalt gestartet, kann energieeffizienter arbeiten und produziert durch einen geringeren Kraftstoffverbrauch weniger CO2-Ausstoß. Dank zusätzlicher Sperr- oder Aluminiumfolien kann Röchling Automotive das Produkt kundenspezifisch flexibel anpassen und gezielt Funktionen wie zum Beispiel die akustische Dämmung verstärken oder erweitern. Um die thermische Isolationswirkung weiter zu verbessern, ist eine Bauteilstärke von zukünftig bis zu 20 Millimeter erklärtes Ziel der Ingenieure. Doppelter NutzenMit dem neuen Produkt zeigt Röchling Automotive als Systemlieferant seine Kompetenz in den Bereichen Akustik und Thermomanagement. Denn die aktuellste Generation der LWRT-Materialien vereint das Beste aus zwei Welten: Im Vergleich zum weltweit erfolgreichen Materialkonzept Seeberlite II bietet die Neuentwicklung, Isoraloft genannt, eine um 100 Prozent gesteigerte Luftschallabsorption und gleichzeitig eine wesentlich höhere Steifigkeit. Zudem reduziert das Produkt das Standaußengeräusch um bis zu acht Dezibel. (Auto-Reporter.NET)

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