NABU-Kampagne zeigt Wirkung: AIDA wird umweltfreundlicher

30. August 2013


Der NABU hat die heutige Ankündigung von AIDA Cruises, alle Kreuzfahrtschiffe mit moderner Abgastechnik ausrüsten zu wollen, begrüßt. NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Unsere Kampagne für sauberere Kreuzfahrtschiffe zeigt Wirkung, endlich auch bei AIDA. Dieser Schritt war überfällig. Selbstverständlich werden wir uns die angekündigte Technik sehr genau ansehen müssen, um Wirksamkeit und Umweltverträglichkeit zu prüfen.“Seit Jahren fordert der NABU mit seiner Kampagne „Mir stinkts – Kreuzfahrtschiffe sauber machen!“ den Verzicht auf Schweröl sowie den konsequenten Einsatz wirksamer Filtersysteme bei Kreuzfahrtschiffen. „Dass AIDA sich jetzt seiner Verantwortung für die Umwelt stellen will, zeigt, wie groß der öffentliche Druck auf die Branche geworden ist. Jetzt sind die Mitbewerber gefragt, es AIDA gleich zu tun und ebenfalls den Ausstoß hochgiftiger und umweltschädlicher Luftschadstoffe zu reduzieren“, so Miller weiter. Allerdings bleiben Zweifel: Auf die Frage, ob AIDA bei seinen neuen Schiffen ab 2015 auf Schweröl verzichten werde, so wie es Ex-Chef Michael Thamm im vergangenen Jahr zugesagt hatte, blieb das Unternehmen eine konkrete Antwort schuldig. Auch ist unklar, bis wann das Umrüstprogramm abgeschlossen sein soll.„Wir begrüßen das angekündigte Umweltengagement von AIDA und den damit eingeleiteten Wettbewerb zwischen den Reedereien um den besten Umweltschutz“, so Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg. „Wir werden das Engagement von AIDA aber erst vollständig bewerten können, wenn AIDA den Ankündigungen auch Taten folgen lässt. Hier sind wir ja gebrannte Kinder.“ Den Menschen, die in Häfen und entlang den Schifffahrtsrouten durch erhebliche Luftschadstoffe wie Rußpartikel, Stickoxide oder Schwefeldioxid aus Kreuzfahrtschiffschornsteinen nachweislich gesundheitlich geschädigt würden, nutzten alle gebrochenen Zusagen zur Verbesserung der Luftqualität nichts. „Nach so vielen leeren Versprechen steht AIDA ihren Kunden, Mitarbeitern und den Bürgern der Hansestadt gegenüber in der Pflicht, endlich saubere Luft zu liefern“, fordert Porschke. (Auto-Reporter.NET)

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