Nissan 2010 mit bestem Ergebnis seit 15 Jahren

24. Januar 2011


Seinen europäischen Marktanteil hat der japanische Automobilhersteller Nissan im Jahr 2010 auf 3,1 Prozent steigern können und damit das beste Ergebnis seit 1995 erzielt. Der Fahrzeugabsatz Nissans stieg im Vergleich zu 2009 um 13 Prozent auf 555.088 Einheiten. Auf nahezu allen großen Märkten wurden zweistellige Wachstumsraten verbucht.

Solide zweistellige Zuwächse gab es für Nissan in Großbritannien (14 %), Frankreich (24 %), Spanien (20 %) und Russland (22 %). In Portugal legte die Marke sogar um 57 Prozent zu. Auf dem deutschen Markt ging der Absatz zwar um vier Prozent gegenüber dem von der Umweltprämie geprägten Vorjahr zurück, Nissan musste jedoch erheblich geringere Einbußen hinnehmen als der Gesamtmarkt und konnte seinen Pkw-Marktanteil in Deutschland um 0,4 Prozentpunkte auf 2,1 Prozent steigern.

Meistverkauftes Nissan-Modell in Europa war erneut der Qashqai (235.462 Einheiten/+18 %), gefolgt vom Micra (72.504), dessen zwölfprozentiger Rückgang mit der allgemeinen Nachfrageschwäche im Kleinwagensegment aufgrund ausgelaufener staatlicher Unterstützungsprogramme sowie dem bevorstehenden Modellwechsel begründet wird.

Der anhaltende Qashqai-Boom hat im britischen Werk Sunderland zu einem neuen Produktionsrekord geführt. Hier wurden 2010 insgesamt 423.262 Fahrzeuge hergestellt; 81 Prozent von ihnen gingen in den Export. Nissan genießt seit 1998 den Status, größter Automobilproduzent Großbritanniens zu sein. Mehr als ein Drittel aller 2010 in GB gebauten Fahrzeuge liefen in Sunderland vom Band. Seit August vergangenen Jahres wird hier auch der Crossover Juke gefertigt; die Fertigung des Micra wurde im Juli 2010 nach Indien verlegt. Darüber hinaus stellte Sunderland 52.872 Fahrzeuge des Nissan Note her. Seit der Eröffnung 1986 hat der japanische Autobauer an seinem britischen Standort mehr als sechs Millionen Fahrzeuge produziert. Ab 2013 wird hier zudem das Elektrofahrzeug Nissan Leaf hergestellt, dessen Akkus aus einem neuen Batteriewerk in Sunderland zugeliefert werden.

Auch in Russland zieht die Nachfrage nach einer zwischenzeitlichen Absatzschwäche wieder an (84.288/+22 %). Mit einem Marktanteil von 7,74 Prozent ist Nissan dort die stärkste japanische Fahrzeugmarke. Aktien am Erfolg haben die vor Ort produzierten Modelle X-Trail und Teana und die Importfahrzeuge Qashqai und Tiida. Ab April wird der Murano als dritte Modellreihe für den russischen Markt in Sankt Petersburg hergestellt. In dem vor zwei Jahren eröffneten Werk entstehen im Frühjahr dank einer dritten Produktionsschicht zusätzlich zu den bestehenden 1.500 Arbeitsplätzen weitere 500 neue Jobs. (Auto-Reporter.NET/br)
   

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