Paris Motor Show 2011: Extrem sparsamer Passat feiert Weltpremiere

30. September 2010

Der Passat von Volkswagen, eine der ganz großen Erfolgsgeschichten der Automobilbranche, wurde seit 1973 mehr als 15 Millionen Mal verkauft. In über 100 Ländern der Erde ist er erhältlich. Jetzt präsentiert Volkswagen in Paris als Weltpremiere einen gänzlich neuen Passat als Limousine und Variant. Bereits ab Mitte November wird die nunmehr siebte Generation des Bestsellers auf ersten europäischen Märkten angeboten.

Oberklasse-Flair in der Mittelklasse
Für das Design wurde ein völlig neues Layout geschaffen, das im Frontbereich dem erst Mitte des Jahres neu gestalteten Phaeton folgt, gleichzeitig aber die hohe Eigenständigkeit des Passat in die Zukunft führt. Aufgrund seiner weiter perfektionierten Komfort-, Qualitäts- und Sicherheitseigenschaften sowie der hier realisierten Assistenzsysteme nähert sich der Passat dabei noch stärker den Topsegmenten an, ohne preislich die Mittelklasse zu verlassen. Das Gegenteil ist der Fall: Der fortan in den Ausstattungslinien Trendline, Comfortline und Highline lieferbare Passat bietet ab sofort dank einer Ausstattungsoptimierung mehr Gegenwert denn je. Zur Serienausstattung der Grundversion Trendline etwa gehören an Bord aller Turbodiesel-Modelle das Start-Stopp-System und die Energierückgewinnung (Rekuperation). Alle anderen Benzin- und Erdgasmotoren profitieren ebenfalls vom Rekuperationsmodus. Im Fall des kleinsten Benziners stehen die Rekuperation und das Start-Stopp-System optional zur Verfügung.

Bis zu 18 Prozent weniger Verbrauch
Der neue Passat setzt zudem Maßstäbe im Bereich der Nachhaltigkeit. Die zehn Motoren (77 kW/105 PS bis 220 kW/300 PS) sind um bis zu 18 Prozent sparsamer. Der „kleinste" und doch drehmomentstarke Turbodiesel (1.6 TDI mit 105 PS und 250 Nm) verbraucht nur noch 4,2 l/100 km (109 g CO2/km). Downsizing und Technologien wie das Start-Stopp-System sorgen auch im Bereich der Benziner für außergewöhnlich niedrige Verbrauchswerte. Wegweisend ist der 1.4 TSI (90 kW/122 PS); er begnügt sich in der BlueMotion-Technology-Version mit 5,8 l/100 km (138 g CO2/km).

Neue Sicherheitsfeatures
Weitere Fortschritte realisierte Volkswagen auch im Bereich der Sicherheit. Bereits der Vorgänger erzielte fünf Punkte im EuroNCAP-Crashtest. Das neue Modell überzeugt darüber hinaus mit wertvollen Sicherheitsfeatures. Die automatische City-Notbremsfunktion reagiert als Bestandteil der optionalen, automatischen Distanzregelung ACC im Bereich unterhalb 30 km/h im Fall der Fälle selbsttätig und kann so dazu beitragen, Auffahrunfälle zu vermeiden. Permanent aktiv ist die erstmals bei Volkswagen und in dieser Klasse eingesetzte Müdigkeitserkennung; sie registriert die nachlassende Konzentration des Fahrers und warnt ihn entsprechend mit einem akustischen Signal und einer optischen Pausenempfehlung im Kombiinstrument.

Neu an Bord des Passat ist zudem das maskierte Dauerfernlicht mit der Bezeichnung Dynamic Light Assist, wie es erstmals für den neuen Touareg vorgestellt wurde. Der optionale Dynamic Light Assist erlaubt in Verbindung mit Bi-Xenonscheinwerfern das permanente Fahren mit Fernlicht; via Kamera erkennt das System Gegenverkehr und vorausfahrende Autos und blendet nur die relevanten Bereiche automatisch ab. Damit wird in nahezu allen Situationen eine verbesserte Ausleuchtung der Straße erreicht. Der Passat ist das erste Auto seiner Klasse mit diesem System. Für Fahrzeuge mit konventionellen Halogenscheinwerfern steht eine einfachere Variante der Fernlichtautomatik zur Verfügung, genannt Light Assist. Auch hier erkennt eine Kamera zum Beispiel Gegenverkehr; das System schaltet daraufhin von Fern- auf Abblendlicht um. Sobald kein Gegenverkehr mehr da ist, wird das Fernlicht wieder aktiviert.

Die Traktion in Kurven verbessert das erstmals für den Golf GTI vorgestellte elektronische Quer-Sperrdifferential XDS. Parallel zum bereits im Vorgänger verfügbaren Lane Assist (Spurhalteassistent) gibt es nun fortan auch den sogenannten Side Assist, der via aufblinkender LEDs in den Außenspiegeln auf Fahrzeuge aufmerksam macht, die sich seitlich hinter beziehungsweise neben dem Passat befinden oder sich schnell von hinten nähern. Ein neues, direktmessendes Reifendruckkontrollsystem signalisiert spezifisch für jedes Rad eventuellen Druckverlust.

Innovative Komfortsysteme
Andere neue Assistenzsysteme sind rein komfortorientiert. Dafür steht etwa „Easy Open“. Ist die neue Passat Limousine mit Keyless Access (automatisches Schließ- und Startsystem) ausgestattet, reicht eine gezielte Fußbewegung hinter dem Fahrzeug, und schon öffnet sich die Kofferraumhaube. Wer jemals mit beiden Händen beladen vor einem Auto stand, weiß, wie hilfreich eine Funktion wie Easy Open sein kann. Selbstverständlich öffnet sich der Kofferraum nur demjenigen, der den entsprechenden Funkschlüssel des Passat bei sich trägt. Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine ist diesem Fall ein Sensor im Bereich des Stoßfängers.

Die vom Kofferraum aus entriegelbare Rücksitzanlage, eine auf Knopfdruck herausschwenkende Anhängerkupplung und Seitenscheiben in geräuschdämmendem Verbundsicherheitsglas gehören ebenfalls zum neuen Passat. Wie der neue Sharan wird nun auch der Passat mit dem Parklenkassistent II angeboten, der nicht nur parallel zur Fahrbahn angeordnete Parkbuchten ansteuern kann, sondern auch den Weg in quer zur Fahrtrichtung angeordnete Stellplätze findet. Das Navigationssystem RNS 510 des Passat erkennt via Kamera Geschwindigkeitshinweise und überträgt sie auf den Touchscreen in der Mittelkonsole. (Auto-Reporter.NET/wr)

Weitere Fotos zum Thema unter UnitedPictures.com

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