Pfeilgiftfrosch stand beim Jubiläums-Unimog Pate

7. Juni 2011


Das Jubiläum seines Unimog war Mercedes-Benz eine Überraschung wert. Anlässlich des Festaktes zu „60 Jahre Unimog“ am 3. Juni im Werk Wörth enthüllte der Fahrzeugbauer eine Designstudie auf Basis des hochgeländegängigen Unimog U 5000. Das Fahrzeug entstand in enger Zusammenarbeit zwischen der Mercedes-Benz Special Trucks (MBS), Daimlers Nutzfahrzeugdesignern in Sindelfingen und einem Modellbaupartner.

Die Designstudie soll mehr sein als lediglich eine Jubiläumsausgabe. Mit ihrem dynamischen, ausdrucksstarken „Gesicht“ entspricht sie der zukünftigen Formensprache des Nutzfahrzeug-Designs von Mercedes-Benz. Vergangenheit und Zukunft des Unimog soll diese Studie auf avantgardistische Weise miteinander verbinden: „Wir haben die Unimog-DNA mit ihren einzigartigen Konzeptmerkmalen in dieser Designstudie zu 100 Prozent berücksichtigt“, sagt Bertrand Janssen aus dem Daimler-Nutzfahrzeug-Design. Mit der Unimog-Neuinterpretation will man einen ungewöhnlichen Denkanstoß für das Universal-Motor-Gerät der Zukunft geben, wird betont.

Basis der Designstudie ist das Fahrgestell eines hochgeländegängigen Unimog U 5000. Das herkömmliche Alleinstellungsmerkmal des Alleskönners, die Schraubenfedern, sind beim Konzeptfahrzeug rot lackiert, während die bullige Motorhaube in typischer Mercedes-Benz-Linie und die Kotflügel in frischem Grün strahlen. Bei der Farbauswahl ließen sich die Gestalter von einer ungewöhnlichen Amphibie inspirieren, dem Pfeilgiftfrosch: Wie der Unimog ist auch er im Wasser und zu Land hoch mobil. Außerdem greift in diesem Punkt einmal mehr die Verknüpfung von Vergangenheit und Zukunft. Schließlich sei Grün quasi die Unimog-Lackierung der ersten Stunde und zahlreicher Nachfolgegenerationen des Fahrzeugs, heißt es. Der deutlich sichtbare, geschwungene Rahmen ist mit hochwertigen Verkleidungen veredelt, die aus Aluminium-Blöcken gefräst wurden.

Optisch stark die vier gleichgroßen Räder im 5-Stern-Alufelgen-Design. Wesentliche Merkmale des Unimog wurden aufgegriffen, die das Fahrzeug seit 60 Jahren und auch in Zukunft prägen werden wie beispielsweise Portlachsen, Schraubenfedern oder das Rahmenkonzept.

Auch wenn die „Designstudie 60 Jahre Unimog“ kein Prototyp einer neuen Baureihe ist, sie stellt aber einmal mehr die DNA des Unimog unter Beweis: innovativ, flexibel und einzigartig in der Erscheinung. (Auto-Reporter.NET/arie)
   

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