Pilotprojekt: Audi A1 e-tron geht auf Strecke

9. September 2010

Im München haben heute die Projektpartner Audi, E.ON, Stadtwerke München (SWM) und Technische Universität München (TUM) den Startschuss für einen Flottenversuch mit Elektroautos in der Modellregion München gegeben. Das Projekt „eflott“ läuft im Rahmen der vom Bundesverkehrsministerium unterstützten „Modellregion Elektromobilität München“. Bis Mitte nächsten Jahres sollen in der Region stufenweise 20 Audi A1 e-tron auf die Straße kommen sowie rund 200 neue Ladestationen errichtet werden. „eflott“ wird sich u.a. mit der Datenübertragung zwischen Fahrer, Auto und Stromtankstelle bis hin zum Stromnetz beschäftigen. Dabei wird beispielsweise der Einsatz von Smartphones als zentrale Schnittstelle für den Fahrer getestet.

Der A1 e-tron ist ein Mega City Vehicle (MCV) mit Elektroantrieb und einer Stadtverkehrsreichweite von über 50 Kilometern. Die Spitzenleistung beträgt 75 kW (102 PS), was für eine Höchstgeschwindigkeit von über 130 km/h ausreichend ist. Ist die Energie der Batterie erschöpft, lädt ein kompakter Verbrennungsmotor die Batterie nach. In Ausnahmefällen erhöht ein kompakter Einscheiben-Wankelmotor die Reichweite. Dieser sogenannte Range Extender betreibt einen Generator, der 15 kW Ladeleistung erzeugt. Wenn er die Batterie nachlädt, erzielt der A1 e-tron eine zusätzliche Reichweite von 200 Kilometern. Der Kraftstoffverbrauch liegt nach dem Entwurf für die Normung zur Ermittlung des Verbrauchs für Range-Extender-Fahrzeuge bei 1,9 l/100 km (CO2: 45 g/km).

Für die notwendige Lade-Infrastruktur sorgen E.ON vorwiegend im Umland und die SWM in der Stadt. Insgesamt werden in verschiedenen Projekten zunächst jeweils 100 „Stromtankstellen“ installiert, deren Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.

Die TU München erfasst während des Projektes das Mobilitätsverhalten, beispielsweise wie stark und in welchen Situationen ein Elektroauto genutzt wird und welchen Einfluss dieses Angebot auf die Nutzung anderer Verkehrsmittel hat. Zur Klärung dieser Fragen wurde eine mobile Anwendung entwickelt, die alle Teilnehmer auf einem Smartphone bekommen, das deren gesamtes Mobilitätsverhalten aufzeichnen soll. Parallel wird untersucht, welche Abrechnungsmodelle für den durch E-Mobility verbrauchten Strom auf die größte Kundenakzeptanz stoßen.

„Durch Projekte wie dieses sammeln wir wichtige Erkenntnisse, wie die Elektromobilität erfolgreich funktionieren kann. In der Stadt ebenso wie auf dem Land. In der Modellregion München fördern wir die Elektromobilität mit rund 10 Millionen Euro. Dieses Geld ist eine gut angelegte Investition in die Zukunft. Unser Ziel steht fest: Wir wollen Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität machen und bis 2020 mindestens eine Million Elektrofahrzeuge auf deutsche Straßen bringen“, bekräftigt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer erneut das Ziel der Politik.

Audis Vorstandschef Rupert Stadler unterstreicht: „Audi arbeitet mit Hochdruck an der Zukunft der Mobilität. Wir suchen ein Konzept ohne Kompromisse.“ Für Audi bedeute Elektromobilität nicht, konventionelle Fahrzeuge nachträglich zu elektrifizieren. Vielmehr wolle man das Thema in all seinen Aspekten ganzheitlich erarbeiten, so Stadler weiter. (Auto-Reporter.NET/br)

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