Pkw-Maut könnte deutlich mehr Verkehrstote bedeuten

18. April 2011


Die heute bekannt gewordenen Gedankenspiele des Bundesverkehrsministeriums zur Einführung einer Pkw-Maut stoßen beim ADAC, seit jeher entschiedener Gegner einer solchen Geldquelle, auf große Ablehnung. Sie würde das Autofahren massiv verteuern, kritisiert ADAC-Präsident Peter Meyer. Doch nicht nur das. Neben den milliardenschweren Mehrbelastungen für die Autofahrer sei eine Maut auch „unsozial und wären Gift für die Umwelt“.

Nach Informationen des Klubs plant das Verkehrsministerium bei einer der verschiedenen Mautvarianten im Gegenzug die Kfz-Steuer abzuschaffen. Bei diesem Maut-Modell müssten die Autofahrer 15 Milliarden Euro jährlich bezahlen. Mit 365 Euro Kosten für eine Jahresvignette würde Deutschland die Autofahrer zudem weit mehr zur Kasse bitten als dies andere Länder tun. „Nur Oberklasse-Pkws mit großem Hubraum und hohem Kohlendioxid-Ausstoß würden durch den Wegfall der Kfz-Steuer entlastet. Der Durchschnittsautofahrer muss deutlich mehr bezahlen“, so Meyer.

Negative Auswirkungen durch eine Autobahn-Maut befürchtet der Klub auch auf die Verkehrssicherheit, weil ein Teil des Pkw-Verkehrs auf die deutlich unsichereren Landstraßen ausweichen würde. Bei einer Verlagerung von 20 Prozent wären 350 Verkehrstote im Jahr zusätzlich zu beklagen, wird vermutet. (Auto-Reporter.NET/sr)

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