Politiker fordern Tauglichkeitstest für ältere Autofahrer

13. März 2014

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Drei Landesinnenminister fordern einen Tauglichkeitstest für Fahrzeughalter im Rentenalter. Das berichtet Auto Bild in der neuesten Ausgabe. "Augentests oder Gesundheitschecks für Senioren sind am Ende nicht grundsätzlich auszuschließen", sagt Roger Lewentz (SPD), Innenminister von Rheinland-Pfalz. Dort ist die Zahl der Unfälle mit Seniorenbeteiligung 2013 um zehn Prozent gestiegen.

Niedersachsens Landesinnenminister, der SPD-Mann Boris Pistorius, schlägt ein Fahrsicherheitstraining für ältere Autofahrer vor: "Das wäre mir lieber, als allen ab 75 pauschal den Führerschein abzunehmen." Jeder dritte Verkehrstote 2013 in Niedersachsen war im Rentenalter. Bereits im Jahr 2012 hat der Innensenator von Hamburg, Michael Neumann, die Einführung solcher Tests vorgeschlagen. Der SPD-Politiker fordert eine regelmäßige Untersuchung, die zumindest bei der Verlängerung von Führerscheinen alle 15 Jahre stattfinden soll.

Das erhöhte Unfallrisiko im Rentenalter ist durch Studien belegt, dennoch steigt die Zahl älterer Führerscheinbesitzer kontinuierlich: zwischen 2002 und 2008 von 47 auf 63 Prozent bei über 74-Jährigen. Angesichts dieser Zahlen fordert der Auto Club Europa (ACE) eine stärkere Einbindung der Ärzte: Diese könnten die Fahreignung ihrer Patienten am besten beurteilen. Für Hans-Michael Mühlenfeld vom Hausärzteverbund Bremen ist eine regelmäßige Kontrolle durch die Ärzte allerdings keine Option: "Die entstehenden Interessenskonflikte wären für die Arzt-Patient-Beziehung schlecht", sagt Mühlenfeld. (dpp-AutoReporter)

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