Porsche-Museum: Hanns Lohrers Spiel mit Marke und Kunst

17. August 2012


Es muss nicht immer ein Automobil sein, was im Porsche-Museum Bewunderung hervorruft. Vom 4. September bis 4. November können das auch ein eleganter Handschuh, ein Pudel und ein Jagdgewehr sein. Geschaffen vom Stuttgarter Maler und Plakatkünstler Hanns Lohrer (1912–1995). In den Fünfziger- und Sechzigerjahren bestimmte Lohrer den visuellen Auftritt der 1948 gegründeten Sportwagenmarke. Mit dieser Sonderausstellung will das Porsche-Museum die zeitlose Qualität von Lohrers Arbeiten würden. Schließlich hätten sie nachhaltig dazu beigetragen, „das positive Image des damals jungen Sportwagenherstellers aufzubauen“.In den Wochen der Ausstellung wird u.a. eine Auswahl an Siegesplakaten von Hanns Lohrer zu sehen sein, mit denen er immer wieder zum Jahresende die sportlichen Erfolge der Marke visualisierte. Als Höhepunkt innerhalb der Porsche-Werbung wird eine 1961 von Lohrer produzierte Plakatreihe gezeigt, die den Porsche 356 im Kontext von Sportarten wie Golfen, Jagd- und Reitsport darstellt. Typisch für die Prestigewerbung der Marke jener Jahre: Die Sportausrüstungen in kräftigen Farben dominieren den klein dargestellten Sportwagen.Neben den insgesamt 40 Plakaten sind auch Lohrers Verkaufsprospekte zu sehen. So wird die rote Titelseite des 356-A-Katalogs von 1958 vorgestellt. Auf ihr eine weibliche Hand im eleganten Handschuh, die mit spielerischer Leichtigkeit den Schalthebel eines Porsche führt. Nicht fehlen darf das Pudelmotiv: Eine vornehme junge Dame führt einen Königspudel an der Leine. Es setzt die Headline: „Kraftvolle Eleganz mit leichter Hand geführt“, auf amüsante Art ins Bild. Der Pudel ist ein wiederkehrendes Element bei Hanns Lohrer; 1960 sogar zum Hauptmotiv eines Porsche-Plakats mit dem englischen Titel „I too, prefer Porsche“ auserkoren. Darüber hinaus werden rund 30 Originalskizzen und Bilder ausgestellt, die die gesamte Bandbreite des Repertoires von Lohrer dokumentieren.Die Werke des Künstlers begeistern bis heute und sind immer wieder Inspiration für Werbeschaffende. Lohrer war es gelungen, Markenbotschaft und künstlerischen Stil auf hervorragende Weise zu verbinden. Das Porsche-Museum hat dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet (Eintritt: Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Kinder bis 14 Jahre haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. Infos unter www.porsche.de/museum). (Auto-Reporter.NET/arie)

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Porsche-Museum: Hanns Lohrers Spiel mit Marke und Kunst

17. August 2012


Es muss nicht immer ein Automobil sein, was im Porsche-Museum Bewunderung hervorruft. Vom 4. September bis 4. November können das auch ein eleganter Handschuh, ein Pudel und ein Jagdgewehr sein. Geschaffen vom Stuttgarter Maler und Plakatkünstler Hanns Lohrer (1912–1995). In den Fünfziger- und Sechzigerjahren bestimmte Lohrer den visuellen Auftritt der 1948 gegründeten Sportwagenmarke. Mit dieser Sonderausstellung will das Porsche-Museum die zeitlose Qualität von Lohrers Arbeiten würden. Schließlich hätten sie nachhaltig dazu beigetragen, „das positive Image des damals jungen Sportwagenherstellers aufzubauen“.In den Wochen der Ausstellung wird u.a. eine Auswahl an Siegesplakaten von Hanns Lohrer zu sehen sein, mit denen er immer wieder zum Jahresende die sportlichen Erfolge der Marke visualisierte. Als Höhepunkt innerhalb der Porsche-Werbung wird eine 1961 von Lohrer produzierte Plakatreihe gezeigt, die den Porsche 356 im Kontext von Sportarten wie Golfen, Jagd- und Reitsport darstellt. Typisch für die Prestigewerbung der Marke jener Jahre: Die Sportausrüstungen in kräftigen Farben dominieren den klein dargestellten Sportwagen.Neben den insgesamt 40 Plakaten sind auch Lohrers Verkaufsprospekte zu sehen. So wird die rote Titelseite des 356-A-Katalogs von 1958 vorgestellt. Auf ihr eine weibliche Hand im eleganten Handschuh, die mit spielerischer Leichtigkeit den Schalthebel eines Porsche führt. Nicht fehlen darf das Pudelmotiv: Eine vornehme junge Dame führt einen Königspudel an der Leine. Es setzt die Headline: „Kraftvolle Eleganz mit leichter Hand geführt“, auf amüsante Art ins Bild. Der Pudel ist ein wiederkehrendes Element bei Hanns Lohrer; 1960 sogar zum Hauptmotiv eines Porsche-Plakats mit dem englischen Titel „I too, prefer Porsche“ auserkoren. Darüber hinaus werden rund 30 Originalskizzen und Bilder ausgestellt, die die gesamte Bandbreite des Repertoires von Lohrer dokumentieren.Die Werke des Künstlers begeistern bis heute und sind immer wieder Inspiration für Werbeschaffende. Lohrer war es gelungen, Markenbotschaft und künstlerischen Stil auf hervorragende Weise zu verbinden. Das Porsche-Museum hat dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet (Eintritt: Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Kinder bis 14 Jahre haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. Infos unter www.porsche.de/museum). (Auto-Reporter.NET/arie)

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