Predictive Powertrain Control (PPC) senkt Verbrauch

15. März 2014

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Bis zu vier Prozent weniger Kraftstoffverbrauch nennt Daimler für die Nutzung des vorausschauenden Tempomats Predictive Powertrain Control (PPC) im Reisebus. In einem umfangreichen Praxistest wurde die Vorhersage jetzt übertroffen: Bei Fahrten mit erfahrenen Omnibus-Journalisten am Steuer über insgesamt mehr als 3000 km sank der Verbrauch der neuen Setra TopClass 500 mit PPC im Durchschnitt um 9,2 Prozent. Europäische Fachjournalisten testen PPC in der TopClass 500

Mehr als zwei Dutzend Fachjournalisten aus ganz Europa prüften PPC intensiv auf der topografisch anspruchsvollen Autobahn A6 zwischen Kaiserslautern und Grünstadt. Sie legten an fünf Fahrtagen zusammen 3120 km zurück. Der Kraftstoffverbrauch wurde mit Messgeräten exakt festgehalten.

Getestet wurde mit drei Reisebussen der neuen Setra TopClass 500 in unterschiedlichen Ausführungen. Die dreiachsigen Superhochdecker waren praxisgerecht auf jeweils 21,5 t Gesamtgewicht beladen. Die neue Setra TopClass 500 ist bereits von Hause aus sehr sparsam. Basis dafür sind die hervorragende Aerodynamik mit einem extrem günstigen Luftwiderstandsbeiwert von cw=0,33, der dem des Sportwagens Mercedes-Benz SLS entspricht. Darüber hinaus trägt der perfekt abgestimmte Antriebsstrang mit dem Reihensechszylinder Mercedes-Benz OM 471 (Leistung 350 kW/476 PS bzw. 375 kW/510 PS) und dem vollautomatisierten Achtganggetriebe Mercedes GO 250-8 PowerShift zur Effizienz bei. In dieser Zusammenstellung erreichten die knapp vier Meter hohen beladenen Superhochdecker auf der hügeligen Autobahn ohne den Einsatz von PPC einen Kraftstoffverbrauch von durchschnittlich 31,7 Liter/100 km.

Mit Predictve Powertrain Control (PPC) sank der Verbrauch bei den Testfahrten um durchschnittlich 9,2 Prozent auf beachtliche 28,7 Liter/100 km. Die Spanne der Messwerte lag, abhängig von der persönlichen Fahrweise und der individuellen Einstellung von PPC, zwischen 27,1 und 30,7 Liter/100 km. Der Unterschied zugunsten von PPC belief sich auf mindestens 5,9 und im Bestfall sogar 11,7 Prozent. Die ausgesuchte Teststrecke war mit ihrer hügeligen Topografie zugeschneidert auf den Einsatz von PPC. Unter anderen Bedingungen sind deshalb deutlich abweichende Messwerte möglich.

Das Fahrer-Assistenzsystem Predictive Powertrain Control (PPC) ist der weltweit erste vorausschauende Tempomat für Reisebusse mit Eingriff in die Getriebesteuerung. Entwickelt von Daimler Buses, wird er erstmals ab Mitte des Jahres in der neuen Spitzenbaureihe Setra TopClass 500 eingesetzt. Ende 2014 folgen der Mercedes-Benz Travego und die Setra ComfortClass 500. PPC greift auf die topografischen Daten von nahezu 100 Prozent der Autobahnen, Fern- und Bundesstraßen in Europa zurück. Per GPS kennt PPC jederzeit die aktuelle Position des Omnibusses und die vorausliegende Strecke mit ihrem Höhenprofil. Auf Basis dieser Daten, der aktuellen Geschwindigkeit sowie des vorgegebenen Tempos, der aktuellen Fahrzeugmasse sowie den Daten zu Motorleistung, -drehmoment und Getriebe regelt PPC nicht nur die Geschwindigkeit, sondern greift zusätzlich ins Getriebe ein und wählt den passenden Gang.

PPC nutzt Schwungspitzen vor Steigungen, schaltet im Anstieg vorausschauend rechtzeitig zurück, nimmt vor Kuppen Gas weg und lässt den Reisebus im Rahmen der zulässigen Geschwindigkeit mit leichten Schwungspitzen im Gefälle rollen. Dabei nutzt PPC auch die Technik EcoRoll: Die Technik wählt in lohnenden Fällen die Neutralstellung des Getriebes und lässt den Reisebus somit ohne Schleppverluste länger verbrauchssparend rollen. Kurzum: Mit dieser Taktik fährt PPC so umsichtig wie ein exzellenter Omnibusfahrer. Dies jedoch stets mit höchster Aufmerksamkeit, rund um die Uhr ohne Einbußen an Kondition und mit einer perfekten Streckenkenntnis nahezu aller Fernstraßen in Europa. (dpp-AutoReporter)

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