Race Of Champions: Die Kopf-an-Kopf-Duelle

2. Dezember 2011


Das Race Of Champions in Düsseldorf führt als Saisonabschluss-Event die weltbesten Fahrer aus verschiedenen Motorsport-Disziplinen zusammen. Bei dem Wettkampf, bei dem die Teilnehmer im Duell Eins-gegen-Eins antreten, gelten für alle die gleichen Bedingungen: Jeder fährt auf der gleichen Strecke in identischen Autos. Die Strecke des Race Of Champions ist speziell, auf einem für diese Veranstaltung gebauter Kurs mit zwei Parallel-Strecken und einer Brücke. Folglich starten zwei Fahrer Seite an Seite. Sie fahren eine Runde und wenn sie über die Ziellinie kommen, haben sie beide genau dieselbe Strecke befahren. Jeder Lauf auf der Strecke dauert zwei Runden. Das Konzept der Rennen ist einfach und spannend zugleich: Je zwei Fahrer absolvieren auf einer parallelen Strecke jeweils zwei Runden im Kopf-an-Kopf-Duell. Die Teilnehmer treten im K.O.-System gegeneinander an. Damit stehen nach jeder Runde ein Gewinner und ein Verlierer fest. Insgesamt 16 Piloten gehen in vier Gruppen an den Start. Die Gruppen A, B, C und D sind jeweils mit vier Fahrern besetzt. Nach dem ersten Aufeinandertreffen kommen je zwei Fahrer aus einer Gruppe weiter, die dann im Viertelfinale starten. Aus diesen Läufen werden die vier Schnellsten ermittelt, um in den beiden Halbfinals gegeneinander anzutreten. Die beiden Sieger kommen ins Finale und machen dort den Champion der Champions unter sich aus. DTM-Meister Martin Tomczyk freut sich auf den Wettbewerb mit Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel und werden um den Fahrertitel des „Champions der Champions“ kämpfen. Der neuen BMW-Werkspilot tritt dabei gegen die Weltelite der Motorsport-Stars an. Alleine zehn Fahrertitel in der Formel-1-WM sind durch Jenson Button sowie die Deutschen Sebastian Vettel und Michael Schumacher im Starterfeld vertreten. Entsprechend groß ist die Freude beim erfolgreichsten deutschen Tourenwagen-Piloten der Saison 2011: „Zum Race Of Champions werden nur die besten Rennfahrer der Welt eingeladen. Da ich zum ersten Mal dabei bin, macht es mich natürlich schon ein bisschen stolz, mich als DTM-Champion für diesen erlauchten Kreis qualifiziert zu haben. Ich werde beim Kampf um den Titel ‚Champion der Champions’ mein Bestes geben.“ Auf der Indoor-Strecke in Düsseldorf wird es eine starke Tourenwagen-Fraktion geben, zu der unter anderem Tomczyks Markenkollege Mattias Ekström (zwei DTM-Titel mit Audi, dreifacher ROC Sieger) und der dreifache Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx (BMW) gehört. Im Kopf-an-Kopf-Fight geben die Superstars der Vollgasszene alles. „Von meinem Freund und DTM-Kollegen Mattias Ekström, der das Race Of Champions ja schon mehrmals gewonnen hat, weiß ich, dass das in Düsseldorf alles andere als eine Showveranstaltung wird”, sagt Tomczyk. „Die Fahrer sind zwar alle sehr locker und haben viel Spaß miteinander. Aber wenn die Stars aus Formel 1, Rallye-WM und anderen Top-Meisterschaften den Helm überziehen, will natürlich jeder der Beste sein, und es wird um jeden Zentimeter gekämpft.“ Sebastian Vettel kam 2010 als frisch gebackener Formel-1-Weltmeister nach Düsseldorf und konnte sich vor Sympathiebekundungen, Interview- und Autogrammwünschen kaum retten. In diesem Jahr legt er noch einen drauf: Eine grandiose Formel-1-Saison hat er als jüngster Formel-1-Doppelweltmeister aller Zeiten abgeschlossen und sich damit einen Platz im Olymp der Motorsport-Ikonen eingefahren. Nun tritt der ehrgeizige Red Bull-Pilot, der übrigens der jüngste Fahrer im Starterfeld ist, zum großen Show-down in der Esprit Arena in Düsseldorf an: Gemeinsam mit Michael Schumacher möchte er den fünften Titel im ROC Nations-Cup in ununterbrochener Reihenfolge holen.Seit 1999 wird neben der Einzelwertung auch der Nations Cup ausgetragen, um die schnellste Nation zu ermitteln. Das Reglement wurde nach und nach verfeinert. Es schließen sich je zwei Fahrer aus einer Nation zusammen, um als Team gegen ein anderes Land anzutreten. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Piloten beispielsweise aus der Rallye-WM, Formel-1- oder Motorrad-WM kommen. Auch hier werden die Gewinner im Eins-gegen-Eins-Duell ermittelt. Insgesamt acht Nationen treten in zwei Gruppen gegeneinander an. Aus jeder Gruppe erreichen jeweils zwei Nationen das Halbfinale. Aus diesen vier Ländern werden die Finalisten im Best-of-Three-Modus ermittelt. In den vergangenen vier Jahren siegte Deutschland sowie Michael Schumacher und Sebastian Vettel waren jeweils die Schnellsten. Die Streckenführung, die sich im Wesentlichen bereits 2010 in der Düsseldorfer Esprit Arena bewährt hat, ist die breiteste Strecke, die je in einem Stadion für ein Race Of Champions gebaut wurde. Mehrere tausend Tonnen Asphalt und Kies sowie eine Brücke mit einem Gesamtgewicht von 110 Tonnen werden benötigt, um die Strecke mit einer Länge von rund 600 Metern und einer Breite von 7,5 Metern für den deutschen ROC-Schauplatz zu errichten. „Mit ihrer Breite von 7,5 Metern ist die Strecke in Düsseldorf einen Meter breiter als die, auf der wir im Wembley-Stadion gefahren sind“, erläutert Strecken-Designerin und Race-of-Champions Mitbegründerin Michèle Mouton. „Diese Extra-Breite ist sehr wichtig, denn so konnten die Kurven offener gebaut werden. Das ist einerseits gut für die Fahrer, denn so können sie in den Kurven noch mehr Gas geben, bevor sie ans Limit kommen – und andererseits auch für die Fans, die noch spektakuläreren Rennsport zu sehen bekommen.“ In der Vergangenheit wurde das Race Of Champions in Paris (2004 –2006), im Londoner Wembley-Stadion (2007 –2008) und 2009 im Vogelnest, dem Olympia-Stadion Peking, ausgetragen. 2010 kehrte es nach Europa zurück. (Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann) 
   

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