Radschäden in der Waschanlage

21. März 2014

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Förderbänder in Waschstraßen können die Reifen und Felgen von Fahrzeugen beschädigen. Wie Auto Bild in der neuesten Ausgabe berichtet, sind besonders IMO-Waschstraßen betroffen. "Wer sein Auto bei IMO wäscht, geht ein sehr hohes Schadensrisiko ein", sagt Jens Weinmann, Pächter einer IMO-Waschanlage in Hamm zu Auto Bild. Grund sei das Förderband, das die Fahrzeuge durch die Waschstraße zieht. Besonders bei Fahrzeugen mit einer geringen Reifenhöhe können scharfkantige Metallteile des Förderbandes die Felge zerkratzen. Weinmann befürchtet sogar, dass mitunter die Reifenflanke beschädigt werden könnte, sodass spätere Reifenplatzer nicht ausgeschlossen seien. Ein von Weinmann selbst in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Schluss, dass zumindest in Hamm mitunter "ein sehr hohes Beschädigungsrisiko für das Rad" bestehe. Ein weiterer IMO-Pächter aus Süddeutschland, der anonym bleiben möchte, bestätigt gegenüber Auto Bild große Probleme mit Förderbändern.

Auch in der Firmenzentrale von IMO ist die Gefahr bekannt. In einer internen Anweisung an die Pächter heißt es: "Die Reifenhöhe sollte 80 Millimeter nicht unterschreiten." Man solle die Kunden jedoch nicht abweisen, sondern sie "vorsichtig einweisen" und möglichst dafür sorgen, dass zur Not die Radinnenseite am Metall entlang schramme. Jens Weinmann ist sich sicher: Damit solle das Problem vertuscht werden. Nach Schäden auf der Radinnenseite schaue niemand. "Die Anlage in Hamm ist nicht repräsentativ für unser Netz", sagt dagegen IMO-Geschäftsführer Marcel van Brakel. Ein Branchenexperte erklärt zudem, dass Reifen mit geringer Höhe in keiner Waschanlage unproblematisch seien. (dpp-AutoReporter)

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