Saab-Produktion befristet ausgesetzt

9. Juni 2011


Erst Ende Mai waren die Saab-Bänder im schwedischen Trollhättan mithilfe chinesischer Euro-Millionen wieder angelaufen, da meldet das Unternehmen bereits den nächsten Stopp. So hatte die siebenwöchige Produktionsunterbrechung im April und Mai nicht nur Auswirkungen auf Saab selbst, sondern insbesondere auch auf die Zulieferer, erklären die Schweden die befristete Fertigungspause.

Mit der Mehrzahl seiner Zulieferer hat sich Saab nach eigenem Bekunden zwar geeinigt, doch sind die Verhandlungen mit einer Reihe von Zulieferern über Zahlungs- und Lieferbedingungen noch nicht abgeschlossen. Das Saab-Management geht davon aus, das dies in Kürze der Fall sein wird. Saab Automobile arbeitet derzeit an einer Reihe von Projekten, mit denen die weitere kurz- und mittelfristige Finanzierung gesichert werden soll.

Saab hatte Komplikationen beim erneuten Anlauf der Produktion am 27. Mai bereits im Kalkül. Um Unterbrechungen infolge unregelmäßiger Komponenten- und Teilezulieferungen zu vermeiden, entschloss man sich zum befristet Aussetzen der Fertigung. Wenn ein kontinuierlicher Zustrom von Komponenten gewährleistet ist, werden die Bänder wieder rollen. Saab arbeitet mit einigen Tausend Zulieferern weltweit zusammen. Mit jedem seien akzeptable Bedingungen auszuhandeln, erklärt Victor Muller, Chairman und CEO von Saab Automobile, die Situation. Etliche Zulieferer haben ihren Standort außerhalb Europas. Da sei es unvermeidlich, dass die Auffüllung der Bestände dauert.

Bis die Lieferkette wieder ganz normal funktioniert, schießt Muller kleinere Produktionsstörungen auch in „naher Zukunft“ nicht aus. Und die Zeit drängt, denn derzeit liegen bei Saab fast 10.000 Bestellungen vor; darunter auch solche für den in Mexiko gebauten Saab 9-4X. (Auto-Reporter.NET/arie)

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