Seeler-Unfall: Hamburger Staatsanwaltschaft geht in Revision

19. Januar 2011


Die Hamburger Staatsanwaltschaft will nach der Entscheidung im Hamburger Alkohol-Raserfall, bei dem der ehemalige Nationalspieler Uwe Seeler und ein Fahrer schwer verletzt wurden, in Revision gehen. Bei dem Verurteilten handelt es sich um einen 22-Jährigen, der betrunken und unter Drogeneinfluss mit 220 Stundenkilometern Seelers Fahrzeug gerammt hatte und im Prozess sogar den Fahrer des gerammten Fahrzeuges wahrheitswidrig bezichtigt hatte, zu schnell gefahren zu sein. Dabei war Seelers Fahrer mit nur 80 Stundenkilometern unterwegs.

Bei einer Blutprobe wurden 1,5 Promille Alkohol im Blut des Unfallverursachers und Kokainkonsum festgestellt. Zudem fuhr der Angeklagte seinen Wagen ohne Führerschein. Das Hamburger Amtsgericht verurteilte ihn zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe. Doch das Strafmaß auf zehnmonatige Bewährung ist der Staatsanwaltschaft zu gering, sie kündigte Revision an.

Auch aus Sicht der Verkehrsexperten der Deutschen Verkehrswacht (DVW) ist das Urteil nicht nur unangemessen, sondern es lasse für manche den fatalen Fehlschluss zu, dass jemand mit einer solchen kriminell zu nennenden Verhaltensweise nahezu ungeahndet davonkomme. DVW-Präsident Kurt Bodewig begrüßt das Revisionsvorhaben der Staatsanwaltschaft: "Das sei ein gutes Zeichen.“ (Auto-Reporter.NET/arie)

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