Seoul nimmt erste Elektrobusse in Betrieb

29. Dezember 2010


Seouls Stadtregierung hat vor Weihnachten auf den Rundstrecken des Mt. Namsan erstmals Elektrobusse in Betrieb genommen. Nach Abschluss eines Abkommens zur Entwicklung von E-Bussen mit Hyundai Heavy Industries und Hankuk Fiber im September 2009 arbeitet die Stadtregierung der südkoreanischen Hauptstadt seit anderthalb Jahren an dem Projekt zur Entwicklung normal großer Elektrobusse mit lokaler Technologie.

Die auf den Rundrouten des Mt. Namsan eingesetzten E-Busse sind 11,05 Meter lang und haben eine Reichweite von bis zu 83 Kilometern. Mithilfe eines Hochgeschwindigkeitsladegeräts soll die Batterie in weniger als 30 Minuten wieder vollständig aufgeladen werden können. Der Niederflur-Bus verfügt über 322 PS und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 100 km/h. Er ist mit einem leistungsstarken Lithium-Ionen-Akku und einem Energiesparsystem ausgestattet, das Bremsenergie speichert und wiederverwendet. Bei der Karosserie, deren Form man einer Erdnuss nachempfand, kam nicht Eisenblech zum Einsatz, sondern Kohlenstoff-Verbundwerkstoff. Das macht die Fahrzeuge leichter und erhöht deren Strapazierfähigkeit. Darüber hinaus sind die Elektrobusse mit automatischen Auffahrrampen für Rollstuhlfahrer ausgestattet.

Geplant ist, alle 14 Busse der Namsan-Rundstrecke durch E-Fahrzeuge zu ersetzten, nachdem die ersten fünf jetzt in den Verkehr gebracht worden sind. Darüber hinaus will die Stadtregierung bis 2020 insgesamt 120.000 Elektrofahrzeuge in Betrieb nehmen. Dies entspricht 50 Prozent aller Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs, zehn Prozent der Limousinen und einem Prozent der Lkws und Kleintransporter. (Auto-Reporter.NET/br)

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