Sharing-Coup von Bosch: 200 Elektroroller für Berlin

3. August 2016

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Bosch startet in Berlin den eScooter-Sharingdienst Coup. Das 100-prozentige Tochterunternehmen Coup bietet dort ab sofort eine neue Mobilitätsoption mit einfachem Preismodell. Nutzer können spontan den nächststehenden eScooter lokalisieren, reservieren und sofort losfahren. Am Ziel der Fahrt kann er innerhalb der Innenstadt an beliebiger Stelle wieder abgestellt werden. Zum Start des Angebots stehen in Berlin 200 vernetzte, rein elektrisch angetriebene Roller des taiwanesischen Herstellers Gogoro bereit. Sie sind auf eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h gedrosselt, können also von allen Pkw- oder Zweirad-Führerscheininhabern ab 21 Jahren genutzt werden können.

Der Motor des Elektrorollers wird von zwei handlichen Lithium-Ionen-Akkus des japanischen Herstellers Panasonic befeuert. Beide Akkus sind gleich groß, wiegen jeweils 9,5 Kilo und lassen sich nach Herstellerangabe in nur sechs Sekunden wechseln. Neigt sich die Akkuladung dem Ende, geht's zu einem Terminal in den Größe eines Bankautomaten. Dort werden die beiden entladenen Akkus abgelegt und zwei ‚frische‘ entnommen.

Unter dem Sitz ist Platz für einen Helm und die Batterien. Die Reichweite des eScooters soll im Idealfall rund 100 km betragen. Das Preismodell setzt auf einfache Flatrate-Tarife mit drei Euro für 30 Minuten oder 20 Euro für den ganzen Tag. Zentrales Steuerungselement ist die zugehörige App. Über sie lassen sich die eScooter intuitiv finden, reservieren und bezahlen. Auch das Öffnen des Helmfachs und das Starten erfolgen per Bluetooth-fähigem Smartphone.

„Mit Coup steigt Bosch erstmals in ein reines Endkunden- und Betreibergeschäft im Mobilitätssektor ein und schafft eine neue eigenständige Marke", sagt Dr. Markus Heyn, der zuständige Bosch-Geschäftsführer: „Coup will helfen, die Herausforderungen urbaner Mobilität zu meistern. Insbesondere junge Menschen wollen mobil und flexibel sein - ein eigenes Fahrzeug muss es aber nicht mehr zwingend sein."

Staus und Parkplatznot, aber auch der Wunsch nach individueller Mobilität prägen den Verkehr in Großstädten", erläutert Heyn. So entwickelt das Unternehmen bereits Lösungen für ein vernetztes Parkraum-Management, für ein Cloud-basiertes Flottenmanagement oder auch App-basierte Mobilitätsassistenten zur multimodalen Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel. Der neue Sharingdienst Coup bildet einen weiteren Baustein des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. (dpp-AutoReporter/wpr)

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