Slowenienvignette: Weder praxisgerecht noch akzeptabel

9. August 2010

Die stark umstrittene Preisgestaltung für die Vignetten in Slowenien hat nach wie vor Bestand. Zwar gibt es seit dem 1. Juli vergangenen Jahres die vom ADAC geforderte Kurzzeitvignette, die allerdings stattliche 15 Euro kostet und nur sieben Tage gültig ist. So müssen Urlauber, die beispielsweise durch Slowenien an die kroatische Küste fahren und von Samstag bis Samstag bleiben, zwei Wochenvignetten oder gleich eine Monatsvignette für 30 Euro kaufen.

Im Verhältnis zum vorhandenen Autobahnnetz sind die neuen Jahres- und auch die Kurzzeitvignetten viel zu teuer, kritisiert der ADAC. Im Vergleich zu anderen Ländern setzt sich Slowenien mit 95 Euro für die Jahresvignette preislich gar an die Spitze bei den Vignettenkosten in Europa.

Wiederholt wurde von ADAC-Mitgliedern berichtet, dass es an der slowenischen Grenze zu Engpässen bei der Wochenvignette kommt und Autofahrer dann nur noch die Monatsvignette erwerben können. Angesichts der Sommer-Reisewelle Richtung Kroatien rät der Klub, bereits in Österreich eine Vignette zu kaufen und keinesfalls ohne über die slowenische Grenze zu fahren, da andernfalls Bußgelder bis zu 800 Euro drohen.

„Unsere Mitglieder haben weder für die zeitliche Staffelung noch für die Preisgestaltung der Slowenienvignetten Verständnis“, kritisiert ADAC-Vizepräsident für Tourismus Max Stich und fordert einen fairen Preis von sieben Euro für eine 10-Tages-Vignette. Die slowenische Regierung solle außerdem über ein weiteres Angebot zwischen Kurzzeit- und Jahresvignette nachdenken. Um die Bedürfnisse aller Urlauber abzudecken, sei nach Ansicht des Klubs zusätzlich ein Angebot etwa für zwei Monate oder aber ein halbes Jahr zu einem angemessenen Preis notwendig. (Auto-Reporter.NET/sr)

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