Sotschi 2014: Mission Gold startete im BMW Windkanal

30. Oktober 2013


„Viel Glück in Sotschi“ stand auf dem schlichten schwarzen Tuch, welches das Gefährt mit der Typennummer „208“ verhüllte. Was heute in diesem Ambiente im Aerodynamischen Versuchszentrum offiziell begann, soll mit großen Emotionen und mit glänzendem Edelmetall enden. In einem der modernsten Windkanäle der Welt wurde der Zweierbob der Bob-Nationalmannschaft für die anstehende Weltcup-Saison und die Olympischen Winterspiele in Sotschi (Russland) im Februar 2014 präsentiert. In dem „Zweier“ steckt, wie in allen Sportgeräten des Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD), eine ganze Menge BMW Ingenieurskunst.BMW ist seit 2010 Premium- und Technologiepartner des BSD und hat mit seinem Aerodynamik-Team hunderte Stunden investiert, um die eindrucksvolle Erfolgsbilanz der deutschen Bob-, Rodel- und Skelettonsportler auch in Sotschi auszubauen. Der Zweierbob wurde den Medien auf der „Bühne“ präsentiert, auf der auch intensiv an der Reduzierung seines Luftwiderstands geforscht wurde – ein maßgeblicher Faktor im Bob- und Schlittensport.Bei der anschließenden Saisoneröffnungs-Pressekonferenz in der BMW Welt, mit der symbolträchtigen Adresse „Am Olympiapark 1“, sagte Johannes Seibert, Leiter BMW Marketing Deutschland „Wir sind stolz darauf, heute Gastgeber für den Startschuss des BSD in die Olympiasaison zu sein. In diesem Olympia-Bob steckt mehr BMW Know-how als in jedem seiner Vorgänger. Wir wünschen den Deutschen Bob- und Schlittennationalmannschaften viele Siege in der Weltcupsaison und in Sotschi. Wir hoffen, dass wir einen Beitrag zu den Erfolgen leisten können.“BSD-Generalsekretär Thomas Schwab meinte: „Das Motto unseres Verbandes ist ‚high tech, high speed, high performance‘. Dafür steht auch unser Partner BMW wie kein Zweiter. Daher hätten wir uns keinen besseren Ort für die heutige Pressekonferenz wünschen können. Für die Olympiasaison haben wir uns hohe Ziele gesetzt, wir möchten in Sotschi neun bis zwölf Medaillen holen. Dafür brauchen wir viel Unterstützung durch unsere Premium-Partner. BMW leistet einen großen Beitrag, vor allem in technologische Hinsicht – und dies nicht nur in Sachen Aerodynamik. Auch bei der Materialentwicklung arbeiten wir eng mit BMW zusammen. Ein Ergebnis ist ein sehr funktioneller und aerodynamischer Helm aus dem Haus BMW Motorrad. Auch die Rennanzüge, die insbesondere beim Rodeln und Skeleton eine wichtige aerodynamische Komponenten sind, werden im AVZ getestet und optimiert.“Der neuen Bobs wurden – in Zusammenarbeit mit dem Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) in Berlin – entwickelt und aerodynamisch optimiert. „Die Technologie-Partnerschaft zwischen BMW und BSD reicht schon Jahrzehnte zurück“, sagte Dr. Norbert Grün, BMW Group Aerodynamik- und Simulationsexperte. „Dieses Mal wurde die Entwicklung des neuen Bobs auch fachlich intensiv durch BMW Mitarbeiter unterstützt, die langjährige Kooperation hat dadurch noch einmal eine neue Qualität bekommen.“Durch das straffe Reglement können Dr. Grün und sein Team längst nicht alles realisieren, was sie als Ingenieure gerne umsetzen würden. Doch umso wichtiger ist es, selbst kleinste Optimierungen zu realisieren – und umso wichtiger ist das Aerodynamik-Team. Eine zehnprozentige Reduktion des Luftwiderstands würde auf der Bahn am Königssee bei ansonsten gleichen Bedingungen einem Zweierbob einen Zeitvorteil von 0,25 Sekunden bringen – im Eiskanal sind das Welten.„Es geht für uns jetzt darum, den Zeitvorteil auf dem Papier auch in einen Zeitvorteil auf der Bahn umzuwandeln“, sagt Bob-Bundestrainer Christoph Langen. „Obwohl wir im vergangenen Jahr sehr erfolgreiche Bobs zur Verfügung hatten, haben wir zusammen mit dem FES und BMW ein neues Konzept entwickelt. Nach den ersten Testfahrten haben sich alle Athleten für das neue Modell entschieden. Damit können wir eine andere Linie fahren. Es geht jetzt bis Sotschi darum, zu lernen, diese Bobs im Grenzbereich zu bewegen. Daran muss man sich schrittweise herantasten.“Neben Langen und seinen Bundestrainer-Kollegen Norbert Loch (Rodeln) und Jens Müller (Skeleton) gaben in der BMW Welt zahlreiche hochdekorierte Athletinnen und Athleten der Presse Auskunft über den Stand der Vorbereitungen und ihre Ziele für Olympia: Die Rodler Felix Loch, Natalie Geisenberger, Tobias Wendl und Tobias Arlt, die Skeleton-Athleten Frank Rommel und Marion Thees sowie die Bob-Sportler Francesco „Franz“ Friedrich, Maximilian Arndt und Sandra Kiriasis. Im Anschluss gaben die Weltmeister Friedrich/Arndt eine Kostprobe ihrer Schnellkraft und legten auf der Bobanschubbahn eine Zeit vor, die die BMW Welt Besucher zu unterbieten versuchten. (Auto-Reporter.NET)

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