Stadt Köln tritt dem Zukunftsnetz Mobilität NRW bei

9. Oktober 2017

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Zum
dritten Mal richtete das vom Land NRW initiierte und beim
Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) angesiedelte ‚Zukunftsnetz
Mobilität NRW‘ in Köln ein kommunalpolitisches Mobilitätsforum
aus. Etwa 150 Kommunalpolitiker aus den Planungs- und
Verkehrsausschüssen befassten sich mit der Frage, wie eine
Veränderung im Mobilitätsverhalten der Menschen erreicht 
werden kann. Im Beisein von NRW-Verkehrsminister Hendrik Josef Wüst
(42, CDU) ging es darum, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das
nötige Rüstzeug für die Praxis an die Hand zu geben. In einzelnen
Gruppen wurden Themen wie ‚Chancen und Möglichkeiten von
kommunalen Stellplatzsatzungen‘, die ‚Digitalisierung der
Mobilität‘ oder ‚Potentiale, Synergien und Konflikte von
Radverkehr und ÖPNV‘ vorgestellt und diskutiert.

 

Im
Rahmen des Mobilitätsforums überreichte Wüst die Mitgliedsurkunde
des Zukunftsnetzes Mobilität NRW an Andrea Blome (57), die CDU-nahe
Kölner Dezernentin für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur. Die
Stadt Köln ist dem Netzwerk nun als 123. Mitglied beigetreten. Der
Verkehrsminister freute sich über den Eintritt der Millionenstadt
Köln in das Zukunftsnetz: „Es ist wichtig, dass wir gemeinsam an
der Erstellung kommunaler Mobilitätskonzepte arbeiten. Je klarer die
Kommunalpolitik ihre Ziele formuliert und je intensiver die
Kommunalverwaltung die Planungen steuert, desto praxistauglicher sind
die Ergebnisse."

 

Für
die Kölner Verkehrsdezernentin bringt der Eintritt ins Zukunftsnetz
große Vorteile mit sich: „Nur gemeinsam können wir die
Verkehrsprobleme der Region lösen. Momentan ist die Diskussion vom
Stau auf den Straßen und den Bahnstrecken sowie von Fahrverboten
geprägt. Wir wollen an der Erarbeitung gemeinsamer Lösungen
mitarbeiten. So können wir Lösungen entwickeln, die auch über
Kommunalgrenzen hinausgehen und für viele Menschen Vorteile bringen.
Eine Verkehrswende ist besser als Fahrverbote", so Andrea Blome.

 

VRS-Geschäftsführer
Dr.-Ing. Norbert Reinkober (55) betonte, wie wichtig der Austausch der Kommunen
untereinander ist: „Da der Verkehr nicht an der Stadtgrenze Halt
macht, steht das Netzwerk für eine kommunale Zusammenarbeit. Es
gilt, gemeinsam attraktive Mobilitätsangebote für die Menschen in
der Region zu entwickeln, die zu einem nachhaltigen
Mobilitätsverhalten einladen. Es ist ausdrücklich erlaubt,
voneinander zu lernen. Dabei müssen alle Verkehrsträger mit
einbezogen werden - von Bus und Bahn über attraktive Fahrrad- und
Fußwege bis hin zu Carsharing und Fahrgemeinschaften."

 

Die
beiden ersten kommunalpolitischen Mobilitätsforen in den Jahren 2013
und 2016 richteten sich ausschließlich an Politiker aus dem Gebiet
des VRS. Aufgrund der positiven Resonanz wurde das dritte
Kommunalpolitische Mobilitätsforum ausgeweitet: Diesmal nahmen auch
Lokalpolitiker aus dem gesamten Gebiet, für welches die
Koordinierungsstelle Rheinland des Zukunftsnetz Mobilität NRW
zuständig ist, an der Veranstaltung teil. Dies sind die Verbundräume
des VRS, des Aachener Verkehrsverbundes (AVV) sowie des
Zweckverbandes Personennahverkehr Westfalen Süd (ZWS/Kreise Olpe
und Siegen-Wittgenstein). (dpp/wpr)

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