Super E5 vorgeschrieben: ADAC erstattet Anzeige

17. März 2011


Der ADAC werde gegen Tankstellenbetreiber Anzeige erstatten, die bei der Einführung von E10 keinen Super E5 als Bestandsschutzsorte zur Verfügung stellten, teilt der Automobilklub heute (17. März) mit. „Diese Tricksereien zum Nachteil der Autofahrer müssen ein Ende haben“, begründet ADAC Präsident Peter Meyer das Vorgehen des Automobilclubs.

Mayer hatte in der vergangenen Woche am Benzin-Gipfel der Bundesregierung teilgenommen, bei dem Vertreter von Politik, Wirtschaft und Verbänden überein gekommen waren, die Einführung von E10 trotz der bisherigen Kaufverweigerung fortzuführen. Parallel zum E10 ist die Mineralölwirtschaft verpflichtet, weiterhin auch Super mit E5-Qualität anzubieten, wie es die Bundes-Immissionsschutzverordnung eindeutig regelt. Diese Regelung werde nach Meinung des ADAC mehr und mehr ausgehebelt, indem von Tankstellen nur das teurere Super Plus, teilweise sogar nur noch Premiumsorten wie V-Power als Super E5-Ersatz angeboten werden.

„Ohne jede Schuld müssen die Autofahrer, die kein E10 tanken dürfen, bis zu zwanzig Cent pro Liter mehr bezahlen. Das ist schlicht und ergreifend Abzocke“, ist Meyer empört. Gerade in der Einführungsphase, in der viele Autofahrer noch nicht sicher seien, welchen Sprit ihr Fahrzeug vertrage, müsse der Verbraucher unbedingt die Wahl zwischen E10 und Super E5 haben. "Und zwar zu fairen Preisen.“ (Auto-Reporter.NET/arie)

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