Tesla Roadster geht mit E-Antrieb auf Weltreise

6. April 2010

Zwei Botschaften gehörten im März dem Tesla Roadster: Als erstes Elektrofahrzeug gewann er die Monte Carlo Rallye für alternative Energien und damit zum ersten Mal einen FIA-Wettbewerb. Er schlug 96 Konkurrenten in Sachen Reichweite, Effizienz und Leistung. Bei dem dreitägigen Rennen, das über Autobahnen, zweispurige Landstrassen, Bergpässe und Sprintabschnitte auf der F1-Strecke von Monaco verlief, mussten fast 1.000 Kilometer bewältigt werden. Einer der beiden Tesla-Fahrer – Rudi Tuisk, Geschäftsführer von Tesla Australien und ehemaliger Cheftechniker für Europa – äußerte nach der Veranstaltung: „Bescheiden gesagt – ich fühlte mich, als hätten wir das Privileg, heute Zeugen der Geschichte zu sein.“

Jetzt ließ sich der rein elektrisch angetriebene Tesla Roadster auf eine weitere Bewährungsprobe, die „Odyssey of Pioneers“ ein, als die eine achtmonatige Welttour gesehen wird. Startort war Basel. Die Tour ist einem Unternehmensjubiläum gewidmet: Die Uhrenmarke TAG Heuer existiert seit 150 Jahren. Aus diesem Anlass gab am Rande der Baseler Uhrenmesse der Schauspieler Leonardo DiCaprio – Botschafter der Uhrenmarke und zugleich Tesla-Fahrer – den Start für die Tesla-TAG Heuer-Welttour frei. Hintergrund für den Startort ist nicht zuletzt die Tatsache, dass bisher in der Schweiz je Einwohner mehr Exemplare des rund 100.000 Euro teuren Tesla-Roadsters verkauft wurden als in anderen Ländern.

Die Tour führt über drei Kontinente, durch 15 Metropolen und 150 Städte über insgesamt 37.000 Kilometer. Ziel wird im Herbst Paris sein. Der Hinweis, dass zum „Stromtanken“ ausschließlich die vorhandene Infrastruktur genutzt werde, stellt sich bewusst der Behauptung entgegen, für den Start von Elektroautos sei es noch zu früh.

Die Reichweite eines Tesla-Roadsters soll maximal 350 Kilometer betragen, die Ladezeit je nach Spannung und Stromstärke 3,5 bis 16 Stunden. Der Sportwagen beschleunigt in 3,9 Sekunden auf Tempo 100 und kann als Höchstgeschwindigkeit 200 km/h erreichen. Dass Tesla bislang der einzige Autohersteller weltweit ist, der autobahntaugliche Elektroautos baut, nimmt die Branche mit Respekt zur Kenntnis. (auto-reporter.net/Wolfram Riedel)

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