Test: Peugeot 2008 – Agiler Mini-SUV mit viel Platz für Passagiere und Gepäck

21. Oktober 2013


Peugeot ist gerade nicht vom Erfolg begünstigt. Umso wichtiger war in den letzten Monaten die erfolgreiche Einführung der neuen Generation des 208, der sich bis vor vier Jahren sieben Jahre lang als Spitzenreiter im europäischen Kleinwagen-Segment behauptete und nun zu einemneuen Höhenflug ansetzt. Zur Flankenabsicherung schoben die Franzosen ab Mitte Juni den  2008 nach. Peugeot nennt ihn Urban-Crossover, was übersetzt eine Mixtur aus Mini-SUV, Mini-Van und konventionellem Kleinwagen bedeutet. Ein Segment, das in Deutschland innerhalb der vergangenen fünf Jahre nahezu kontinuierlich gewachsen ist und weiterhin hohes Wachstumspotenzial verspricht. Es hat sich eben mittlerweile herumgesprochen, dass diese Fahrzeuge in der Regel eben mehr Platz als erwartet bieten und dank der Kompaktheit nichts an Agilität und Wendigkeit eingebüßt haben.Attraktives BlechkleidSo ist es auch beim 4,16 Meter langen und 1,74 Meter breiten 2008, dessen Blechkleid – verziert mit einigen robusten SUV-Elementen wie ausgestellte Radhäuser und stark konturierter Motorhaube – durchaus sportiv wirkt. So will Peugeot sein neues Modell auch nicht nur als Angebot an ältere Menschen verstanden wissen, deren Kinder schon aus dem Haus sind und die von einem größeren Modell auf ein etwas kompakteres Fahrzeug umstellen wollen. Nein, auch jüngere Familien und unternehmenslustige Singles sollen den Kleinen wegen seines funktionalen Innenraums, dem großzügigen Kofferraum-Volumen und seiner Vielseitigkeit lieben und schätzen lernen.Im Innenraum, der fünf Erwachsenen genügend Platz bietet, fühlt man sich sofort wohl. Die verwendeten Materialien sind sauber verarbeitet und die Kunststoff-Abteilung besteht den Haptik-Test. Zumindest die ersten Kilometer etwas gewöhnungsbedürftig ist das Cockpit. Die Kombination aus einem kleinen, flach und tief angeordneten Lenkrad (35 Zentimeter Durchmesser) und dem höher platziertem Kombi-Instrument sorgt aber dafür, dass die wichtigsten Instrumente direkt im Sichtfeld des Fahrers liegen. Der sehr große, ab der zweiten Ausstattungsstufe Active serienmäßige Touchscreen-Bildschirm in der Mittelkonsole ist dagegen sofort intuitiv zu bedienen. Er ermöglicht die Steuerung für Radio, Bluetooth-Fernsprecheinrichtung und das für 500 Euro optionale Navi-System.Sparsamer 1,6-Liter-SelbstzünderFür den Vortrieb im Testwagen sorgte der stärkste Selbstzünder mit 84 kW/115 PS, der über ein Drehmoment von 270 Newtonmeter ab 1.750 U/min verfügt. Leistung also für diese Klasse satt, so dass der 2008 trotz aller Vorzüge einer Familienkutsche zum flotten Fahren verführt. Trotz recht zügiger Fahrt wurde der Normverbrauch von 4,0 Litern auf 100 Kilometer nur um rund einen Liter überschritten. Fahrvergnügen also auf zeitgemäße Art Wie bei allen Peugeot-Modellen gibt es die drei Ausstattungs-Varianten Access, Active und Allure, wobei bereits die Basis-Ausführung (ab 14.700 Euro) recht vernünftig bestückt ist. Wählt man den von uns gefahrenen 1,6 HDI FAP 115  mit Start.Stopp-Funktion und noch umfangreicherer Ausstattung beginnt die Preisskala ab 21.750 Euro. Klingt für einen Kleinagen nach viel. Ist es aber nicht, da der 2008 – abgesehen von seiner großzügigen Komfort-Ausstattung alles andere als ein Kleinwagen ist. (Auto-Reporter.NET/Hans H. Grassmann)Daten Peugeot 2008 HDI 115Länge x Breite x Höhe (Meter): 4,16 x 1,74 x 1,56Motor: Vierzylinder-DieselmotorMax. Leistung: 84 kW/115 PSMax. Drehmoment: 270 Nm ab 1.750 U/minDurchschnittsverbauch (NEFZ): 4,0 Liter Diesel/100 kmCO2-Emission: 106 g/kmBeschleunigung von 0 auf 100o km/h: 10,4 SekundenHöchstgeschwindigkeit.  188 km/hKofferraum: 290 – 645 LiterVersicherung: HP: 17 / TK: 21 / VK: 21Basispreis: 21.750 Euro
         

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