Umwelt-Auszeichnung für Volkswagen Werk Emden

23. Oktober 2013


Das Volkswagen Werk in Emden ist für besonders wirkungsvolle Maßnahmen zur Steigerung der ökologischen Nachhaltigkeit ausgezeichnet worden. Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte „Initiative EnergieEffizienz" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) vergab die Auszeichnung „Best Practice Energieeffizienz" erstmals. Gewürdigt wurde das Projekt „Energetische Optimierung von Lüftungsanlagen" im Volkswagen Werk Emden, das als herausragendes Beispiel für optimale Energienutzung in die Referenzprojekte-Datenbank  HYPERLINK "http://www.stromeffizienz.de/bestpractice" www.stromeffizienz.de/bestpractice aufgenommen wird.Durch den Einsatz von Frequenzumrichtern und Mess-, Steuer- und Regelungstechnik werden 20 Lüftungsanlagen deutlich bedarfsgerechter betrieben. Dazu wurden neue, energieeffiziente Motoren sowie Ventilatoren mit Direktantrieb eingesetzt. Unter dem Strich wird 80 Prozent weniger Energie verbraucht, das entspricht einer Senkung des jährlichen Stromverbrauchs um 7,1 Millionen Kilowattstunden und einer Reduzierung der CO2 -Emissionen um jährlich 4.100 Tonnen. Rund 1,4 Millionen Euro Investitionskosten stehen 854.000 Euro Kosteneinsparung pro Jahr gegenüber. „Think Blue. Factory." ist ein weltweit an allen Produktionsstandorten der Marke Volkswagen Pkw eingesetztes Managementsystem für Ressourcenschutz und Emissionssenkung. Zentralstellen und Werke haben gemeinsam einen Technologiebaukasten für ökologische Automobilproduktion entwickelt, durch den anhand definierter Kennzahlen und einheitlicher Messmethodik die Umweltauswirkungen pro Fahrzeug und Komponente zwischen 2010 und 2018 um 25 Prozent gesenkt werden.In Deutschland gehört der Ausbau des Werkes Emden zu den größten „Think Blue. Factory"-Projekten. Beispielsweise wurde gerade eine 63.000 Quadratmeter große neue Karosseriebauhalle errichtet, die auf 5.000 Pfählen ruht, von denen 3.300 als so genannte „Energiepfähle" genutzt werden. Sie reichen bis zu 24 Meter tief in die Erde und nutzen Geothermie, um Wasser zu kühlen, das dann zur Kühlung der Schweißanlagen genutzt wird. Das erwärmte Wasser fließt anschließend der Hallenheizung zu.Das neue, 40.000 Quadratmeter Logistikzentrum ist das erste Industriegebäude im Konzern mit energieeffizienter Fußbodenheizung. Sie wird mit Fernwärme aus dem Biomassekraftwerk betrieben, in dem Holz aus einem 400.000 Quadratmeter großen „Energiewald" auf dem Werksgelände CO2-neutral als Brennstoff benutzt wird. Im Werk hat sich eine Belegschaftsgenossenschaft für regenerative Energien gegründet, die eine Photovoltaikanlage betreibt. Auf dem Werksgelände stehen Windkraftanlagen, die von den Stadtwerken Emden betrieben werden. Seit 2010 erzeugt unter anderem die leistungsstärkste Windkraftanlage der Welt (E-126) zusätzlichen Strom für 5000 Haushalte und trägt zu einer verbesserten CO2-Bilanz bei. (Auto-Reporter.NET/hhg

{ 0 comments… add one now }

Leave a Comment

Previous post:

Next post: