Unfallversicherung: Auch ein

27. September 2013


Verlässt ein Lagerarbeiter seinen Arbeitsplatz an einem Sortiertisch, weil er außerhalb der Halle ein kurzes Handy-Telefonat mit seiner Frau führt (in der Halle habe es schlechten Empfang sowie zu viel Lärm gegeben), so ist er nicht gesetzlich unfallversichert, wenn er auf dem Rückweg an seinen Arbeitsplatz an einem Begrenzungswinkel hängen bleibt und sich einen Kreuzbandriss im Knie zuzieht.Der Unfall ist nicht als Arbeitsunfall einzustufen, weil er im Rahmen einer "persönlichen oder eigenwirtschaftlichen Verrichtung" passiert ist. Eine solche unterbreche regelmäßig den Versicherungsschutz, so das Hessische Landesozialgericht. Dass das Telefonat nur "zwei bis drei Minuten" gedauert habe, spiele keine Rolle. Es sei nicht "ganz nebenher" oder "im Vorbeigehen" geführt worden - und deswegen "privat". (Hessisches LSG, L 3 U 33/11)  Wolfgang Büser/Auto-Reporter.NET

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