USA: Milliardenstrafe gegen Toyota

20. März 2014

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Toyota hat sich in den USA mit dem US-Justizministerium auf eine Zahlung von 1,2 Milliarden US-Dollar geeinigt. Damit wollen die Japaner einen seit mittlerweile vier Jahre schwelenden Streit um die Bewertung des Rückrufverhaltens beilegen. Die Staatsanwaltschaft hatte unter die Lupe genommen, wie der Hersteller mit Beschwerden von Autofahrern wegen „unbeabsichtigter Beschleunigung" ihres Toyota oder Lexus umgegangen ist. 2009 war ein Autobahnpolizist mit seiner Familie ums Leben gekommen, als sie in einem Lexus bei hohem Tempo von der Straße abgekommen waren. Ein zuvor eingegangener Notruf der Ehefrau dokumentierte die verzweifelten Versuche, den Wagen zu bremsen.

Während Toyota klemmende Gaspedale und rutschende Fußmatten für die unbeabsichtigte Beschleunigung verantwortlich sieht und zwischen 2009 und 2011 mehr als zehn Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten rief, kam das US-Justizministerium zu dem Schluss, der Toyota-Konzern habe irreführende Angaben zu Sicherheitsproblemen gemacht, die bei einer internen Untersuchung aufgedeckt wurde. Der Autobauer habe diese irreführenden Angaben sowohl gegenüber der Regierung als auch gegenüber der Öffentlichkeit gemacht. Rund 200 Sammelklagen und mehr als 500 Einzelklagen waren gegen Toyota eingereicht worden. Bereits vier Mal wurde Toyota in den USA mit einem Bußgeld belegt, weil der Autobauer der Regierung Sicherheitsmängel nicht richtig gemeldet hatte - dreimal ging es dabei um „unbeabsichtigte Beschleunigung". (dpp-AutoReporter/wpr)

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