Vaillant und Honda heizen mit dem Mikro-Kraftwerk ein

3. Februar 2011


Der Remscheider Heizungsspezialist Vaillant und der japanische Technologiekonzern Honda haben in Düsseldorf das europaweit erste Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungssystem mit hocheffizienter Gasmotorentechnologie für den Einsatz in Einfamilienhäusern vorgestellt. Das Mikro-Heizkraftwerk produziert umweltschonend gleichzeitig Wärme und Strom und wird noch vor Jahresmitte unter dem Produktnamen Vaillant ecoPOWER 1.0 in Deutschland erhältlich sein.

Gebündelte Kompetenzen – neue Technologien
Vaillant hat die komplette Hydraulik des Heizsystems, die Regelungstechnik und die Anschlusstechnik entwickelt. Für die Steuerung der Gesamtanlage hat der Heiztechnikspezialist einen Systemregler konzipiert, der für einen sparsamen und bedarfsorientierten Energieeinsatz sorgt. Honda setzt mit der EXlink Extended Expansion Linkage Engine erstmals eine neuartige Motorentechnologie ein. Aufgrund dieser Innovation konnte bei deutlich reduzierter Baugröße eine gesteigerte Effizienz erreicht werden. In Japan und den USA hat Honda seit 2003 schon über hunderttausend Mikro-KWK-Module für den Einsatz in Einfamilienhäusern geliefert.

„Das neue ecoPOWER 1.0, das speziell für den optimalen Betrieb in kleineren Wohnimmobilien entwickelt wurde, ist unsere Antwort auf Fragen nach sparsamem Energieeinsatz, Ressourcenschonung und Umweltfreundlichkeit“, so Dr. Carsten Voigtländer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vaillant Group. Die hocheffiziente Technik ist sowohl in Neubauten, vor allem aber auch nachrüstbar. Bei rund zwölf Millionen unsanierten Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland kann das Mikro-Heizkraftwerk einen wesentlichen Beitrag zur dezentralen Energieversorgung leisten.

„Wir sind stolz darauf, mit unserer Expertise im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung maßgeblich zu dem europaweit ersten Mikro-Heizkraftwerk für Einfamilienhäuser beizutragen“, sagt Takuji Yamada, Chief Operating Officer der Honda Power Products Division. „Durch die Kooperation mit Vaillant weiten wir unsere erfolgreiche Marktpräsenz im Bereich Mikro-Heizkraftwerke auf den deutschen Markt aus.“

Energieeinsparung und CO2-Reduzierung
Während bei der Stromerzeugung in konventionellen Kraftwerken bis zu 60 Prozent der Energie ungenutzt als Abwärme verloren gehen, erzeugt dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme direkt am Ort des Verbrauchs. Dadurch erreichen dezentrale KWK-Systeme einen Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent. Das Honda KWK-Modul erreicht durch ein intelligentes Energiemanagement einen Wirkungsgrad von 92 Prozent. Mit der Vaillant ecoPOWER 1.0 Lösung kann die CO2-Bilanz bei optimalen Betriebsbedingungen um rund 50 Prozent reduziert werden.

Hocheffizientes System
Das neue kompakte Modul erzeugt 1 kW elektrische und 2,5 kW thermische Leistung. Der elektrische Wirkungsgrad übertrifft mit 26,3 Prozent alle vergleichbaren KWK-Systeme im niedrigen Leistungsbereich. Das System liefert rund 70 Prozent der pro Jahr durchschnittlich in einem Einfamilienhaus benötigten Strommenge. Zu dem System gehören ein 300 Liter Multi-Funktionsspeicher, ein wandhängendes Gas-Brennwertgerät für Spitzenlasten und eine Systemregelung. Die Leistungsgröße des Spitzenlast-Heizgerätes ist variabel und hängt von dem Bedarf ab. Um eine bedienerfreundliche, intuitive Nutzung des Systems zu ermöglichen, hat Vaillant ein neues Regelungskonzept mit Touchscreen entwickelt, das in der Heiztechnik neue Maßstäbe setzt.

Mehrfacher Nutzen und Förderung für Verbraucher
Die Bundesregierung fördert dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung. Ziel ist es, den Stromanteil aus Kraft-Wärme-Kopplung in Deutschland bis 2020 von heute unter 15 Prozent auf 25 Prozent zu steigern. Der Verbraucher profitiert mehrfach: Er spart Heiz- und Stromkosten. Die Abhängigkeit von Strompreiserhöhungen verringert sich, da ein großer Teil des benötigten Stroms zu Hause selbst produziert wird. Strom, der über den eigenen Bedarf hinaus erzeugt wird, wird in das Versorgungsnetz eingespeist. Die gesamte mit ecoPOWER 1.0 erzeugte Strommenge wird über zehn Jahre mit einem KWK-Bonus von derzeit 5,11 Cent pro Kilowattstunde gefördert und zeitlich unbegrenzt von der Stromsteuer befreit. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Strom selbst verbraucht oder eingespeist wird. Eingespeister Strom wird zusätzlich zum KWK-Bonus auf der Grundlage des aktuellen Strompreises vergütet. Nicht zuletzt profitieren Nutzer von der Erstattung der Energiesteuer für das eingesetzte Erdgas und der Netznutzungsentgelte für das Stromnetz. Ab März 2011 können Immobilienbesitzer im Rahmen einer energetischen Gebäudesanierung für ihr Mikro-Heizkraftwerk einen Zuschuss von der KfW Bank von bis zu fünf Prozent der Investitionskosten beantragen. (News-Reporter.NET/um)
   

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