VDA lässt diskutieren – wenden sich junge Leute vom Auto ab?

30. August 2013


Auf der IAA in Frankfurt sind nicht nur eine Vielzahl von Welt- und Europa-Premieren, Konzept-Fahrzeuge und Stromer zu sehen – auch über aktuelle Themen in Sachen Automobil, Umwelt und diverses mehr wird diskutiert. So auch über das Thema: Junge Leute – Abwendung vom Auto?Nun, es ist keine neue Erkenntnis, dass der Neuwagenkäufer immer älter wird. Nach einer jüngsten Studie beträgt das Alter 53 Jahre. Angesichts der aufgerufenen Preise gar nicht so überraschend, denn wer soll das bezahlen, wenn man nicht gerade nur „Sohn“ und „Tochter“ ist und z.B. zum bestandenen Abitur eine glänzende Karosse vor die Haustür bestellt bekommt.Ansonsten sind in diesem Lebensabschnitt andere Dinge wichtiger. Und erst recht, wenn man eine Familie gegründet hat. Da tut es ein Gebrauchter auch und zumindest in der Großstadt, wenn man zentral wohnt und der Weg zur Arbeitsstätte nicht zu umständlich ist, ergibt sich die Frage: Braucht man eigentlich ein eigenes Auto, das man nach einem Besuch z.B. in der Kölner Altstadt in der Regel ohnehin stehen lassen muss. Und vor allem – ist das Ticket des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs und die Miete beim car sharing zwar unbequemer, aber nicht dennoch sinnvoller?Fragen, die der VDA anlässlich der IAA auf einem Symposium  diskutieren wird. Hintergrund ist, dass der Motorisierungsgrad älterer Menschen konstant bleibt oder gar zunimmt, bei jüngeren Erwachsenen die Zahl derjenigen, die auf ein eigenes Auto verzichten, langsam ansteigt.Unter anderem soll diskutiert werden, wo diese Entwicklung herkommt. Verlieren Jüngere das Interesse am Auto? Wird es gar aus ökologischen Gründen abgelehnt? Ist der Autoverzicht womöglich sogar Ausdruck einer neuen, bewusst praktizierten avantgardistischen Mobilitätskultur?Oder ist das Auto auch bei Jüngeren nach wie vor beliebt und sie verzichten nur notgedrungen aus Kostengründen auf ein eigenes Auto. Führen womöglich auch veränderte sozio-demographische Rahmenbedingungen wie ein höherer Studentenanteil, ein höherer Urbanisierungsgrad, unsichere Berufsanfänge und spätere Familiengründungen zu einer veränderten Kosten-Nutzen-Kalkulation bei der Mobilitäts-Entscheidung. Ein spannendes Thema. (Auto-Reporter.NET/Hans H. Grassmann)

{ 0 comments… add one now }

Leave a Comment

Previous post:

Next post: