Verkehrsrecht: Auch 11Jährige haften alleine – wenn sie unvernünftig waren

18. Juli 2013


Ein 11-jähriges Mädchen, das bei Dunkelheit zwischen zwei parkenden Autos auf eine Straße läuft und dort von einer Autofahrerin, die mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 30 km/h mehr als angemessen unterwegs ist, erfasst wird, handelt dermaßen unvernünftig, dass es allein für den Unfall haftet. Im konkreten Fall vor dem Oberlandesgericht Naumburg beabsichtigte das Kind, zu eine Gruppe Gleichaltriger zu stoßen, die auf der anderen Straßenseite stand und die auch von der Autofahrerin bemerkt worden ist (weswegen sie das Tempo drosselte). Der massive Verkehrsverstoß des Mädchens wiege schwerer als die Betriebsgefahr des Autos. Das gelte insbesondere dann, wenn das Mädchen - wie im vorliegenden Fall - die Fähigkeit hatte zu erkennen, was es tut. Sie kann weder Schadenersatz noch Schmerzensgeld verlangen. (OLG Naumburg, 10 U 22/12)  Wolfgang Büser/ Auto-Reporter.NET

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