Verkehrsrecht: Auch ein Pkw-Fahrer kann schuldlos sein – wenn ein Radler Rambo spielt

3. September 2013


Wenn ein Radfahrer grob verkehrswidrig handelt, kann die Betriebsgefahr eines Kraftfahrzeugs vollständig zurücktreten. Das hat das Saarländische Oberlandesgericht entschieden. Im konkreten Fall befuhr ein Radfahrer eine linke Fahrspur, ohne auf den Pkw zu achten, dessen Fahrlinie er damit kreuzte. Es kam zum Unfall, wobei ein Sachverständiger herausfand, dass der Fahrradfahrer unmittelbar vor dem Unfall nach links zog und der Pkw-Fahrer den Unfall somit nicht verhindern konnte.Der Radler könne deswegen weder Schadenersatz noch Schmerzensgeld verlangen. Er verantworte allein den Zusammenstoß, weil er gegen die Sorgfaltsanforderungen beim Linksabbiegen verstoßen hatte, indem er nach links gezogen ist, ohne auf den gleichgerichteten Verkehr zu achten - also grob fahrlässig gehandelt hat. (Saarländisches OLG, 4 U 287/11) Wolfgang Büser/Auto-Reporter.NET

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