Verkehrsrecht: Tachomessung statt Radar ist erlaubt

30. Juli 2013


Ein Autofahrer war von der Polizei bei einer nächtlichen Geschwindigkeits-Kontrolle ertappt worden. Als dieser jedoch feststellen musste, dass die Beamten die Geschwindigkeitsmessung mithilfe des Tachometers ihres Dienstwagens durchgeführt hatten, wies er jegliche Schuld von sich. Die Richter des Oberlandesgerichts Celle folgten seiner Einschätzung nicht und verurteilten den Fahrer zur Zahlung einer Geldbuße von 100 Euro und einem Fahrverbot von einem Monat. Zwar handele es sich bei der Geschwindigkeits-Messung per Nachfahren um ein nicht standardisiertes Verfahren, welches einer Einzelprüfung bedarf. Da sich das vorausfahrende Fahrzeug jedoch ständig im Lichtkegel des Streifenwagens befunden habe, so dass die Beamten jederzeit eine Abstandsänderung feststellen konnten, bestehe an der Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit (nach Abzug eines Sicherheitsabschlages von 20 %) kein Zweifel. (OLG Celle, 322 SsBs 69/13)  Wolfgang Büser/ Auto-Reporter.NET

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