Verkehrsrecht/Kfz-Haftpflichtversicherung: Wenn auf Rollsplitt nicht deutlich hingewiesen wird…

13. August 2013


Gerät ein Motorradfahrer in einer Kurve auf Rollsplitt und stürzt er, weil seine Geschwindigkeit diesem Boden nicht angemessen war, so haftet er zu 30 Prozent für seinen Schaden, wenn er ein - auf den Rollsplitt hinweisendes - Schild nicht beziehungsweise "nicht deutlich genug" erkannt hatte.Die Kommune, der nachgewiesen wurde, das Hinweisschild an einer Stelle aufgestellt zu haben, "die der Gefahrenlage nicht ausreichend gerecht wurde", ist wegen Verletzung ihrer Verkehrssicherungspflicht zu 70 Prozent an der Regulierung des Schadens beteiligt. (In dem Urteil wurde im Übrigen auch festgestellt, dass es für - hier beschädigte Motorradkleidung einschließlich des Helms - durchaus einen "Gebrauchtmarkt" gebe, so dass sich der Biker einen Abzug "neu für alt" gefallen lassen musste.) (OLG München, 1 U 4489/11) Wolfgang Büser/Auto-Reporter.NET

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