Verkehrsrecht/Kfz-Haftpflichtversicherung: Wer vorne aussteigt, muss (nach) hinten schauen

30. August 2013


Ein Autofahrer fuhr an einem vor einer Kita parkenden Fahrzeug vorbei, als unvermittelt dessen Fahrertür geöffnet wurde. Durch den Zusammenstoß kam es zu Beschädigungen an der rechten Wagenfront des Vorbeifahrenden. Die "Türöffnerin" wollte jedoch für die Mängelbeseitigung nicht aufkommen, da ihre Tür nur eine Fingerspanne breit geöffnet gewesen sei. Die Richter des Amtsgerichts Ellwangen wollten dieser Tatschilderung allerdings nicht folgen und sprachen der Frau die Hauptschuld am Unfallhergang zu. Hätte sie vor dem Öffnen nach hinten geschaut, so wäre es nicht zur Kollision gekommen. Da der Mann allerdings nicht wie ein "Idealfahrer" in einem ausreichenden Sicherheitsabstand vorbeigefahren sei, müsse er ein Viertel seines Schadens selbst bezahlen. (AmG Ellwangen, 2 C 396/11) Wolfgang Büser/ Auto-Reporter.NET

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