Verkehrsrecht/Kfz-Haftpflichtversicherung: Zu schnell auf dem Motorrad halbiert den Schadenersatz

28. August 2013


Ein Motorradfahrer war mit einem Pkw zusammen gestoßen, der von einem Parkplatz auf die Fahrbahn bog, und hatte sich hierdurch schwere Verletzungen zugezogen. Obwohl der Pkw-Fahrer unstrittig gegen seine Sorgfaltspflichten verstoßen hatte, sollte der Verletzte auf die Hälfte der Schadenersatzforderungen und Schmerzensgeld verzichten. Zu Recht, so die Richter des Oberlandesgerichts Köln, denn der Zweiradlenker räumte selbst ein, etwa mit 50 bis 65 km/h unterwegs gewesen zu sein. Da die Höchstgeschwindigkeit an der Stelle wegen Dreharbeiten zu einem Film jedoch auf 30 km/h begrenzt gewesen sei, habe er schuldhaft gegen das Streckengebot verstoßen, so dass ihm auch nur die Hälfte der geforderten Ersatzzahlungen zustehe. (OLG Köln, 8 U 60/11) Wolfgang Büser/ Auto-Reporter.NET

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