Volkswagen unterstützt Auenschutz im „Grünen Band“

29. August 2013


Flussauen dienen bei Hochwasser als natürliche Überschwemmungsgebiete und sind Lebensraum für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Deshalb unterstützt der Volkswagen Konzern das Projekt „Ohre-Auen“ der Aktion Fischotterschutz e.V. Hankensbüttel und spendet jetzt 10.000 Euro aus Nutzungsgebühren, die die Golf Blue-e-Motion Erprobungsflotte im Jahr 2011 eingebracht hatte.Das Projekt verfolgt das Ziel, die Ohre, einen Fluss im bundesweit größten Biotopverbundsystem, dem ,,Grünen Band“, sowie die angrenzenden Biotope und Wälder zu erhalten und zu entwickeln. Das Projekt wird vom Bundesamt für Naturschutz gefördert und vom Otterzentrum koordiniert. Dr. Thomas Steg, Generalbevollmächtigter des Volkswagen Konzerns für Außen- und Regierungsbeziehungen: „Mit der Spende an das Otterzentrum unterstützen wir einmal mehr den Natur- und Artenschutz in der Region und lösen ein Versprechen ein, das wir unseren Partnern, den Fahrern der Golf-Blue-e-Motion Testflotte, gegeben hatten.“Seit Sommer 2012 trifft das Otterzentrum Maßnahmen, um die Ohre und angrenzende Sumpfbiotope, Röhrichte, feuchte Grünlandflächen und Auenwälder zu schützen. Die Auen bilden Rückzugsgebiete für eine Vielzahl von seltenen Tieren und Pflanzen. Insbesondere die obere Ohre hat als Lebensraum sowie Verbindungs- und Verbreitungskorridor für den Fischotter und den Biber große Bedeutung. Der Oberlauf der Ohre verbindet die für diese Säugetiere wichtigen Fließgewässer- und Feuchtgebiets-Systeme des Drömlings und der Aller im Süden mit der Ise- und der Dumme-Landgraben-Niederung im Norden.„Das ,Grüne Band‘ an der Ohre ist einer der letzten Lebensräume für einige Pflanzen- und Tierarten. Mit der Anlage von naturbelassenen Gewässerrändern und dem Bau von Uferstreifen unter Brückenanlagen wollen wir den Tier- und Pflanzenschutz an der Ohre weiter vorantreiben“, sagt Oskar Kölsch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Aktion Fischotterschutz.Das Projekt ergänzt und erweitert die Renaturierung der Allerniederungen selbst, die Volkswagen zusammen mit der Stadt Wolfsburg im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt hatte. Ein versandeter Abschnitt des Weesener Bachs konnte bereits in ein natürliches Kiesbett überführt und damit für sensible Fischarten wieder passierbar gemacht werden. Mit seiner Spende versetzte Volkswagen zudem die Aktion Fischotterschutz in die Lage, ein Kataster aller durchgeführten und projektierten Maßnahmen zu erstellen, die im weiteren Einzugsgebiet der Aller der Integration gewässerbezogener Lebensräume dienen.Den gesellschaftlichen Nutzen deutscher Flussauen stellte unlängst eine Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ, Leipzig) und des Instituts biota (Bützow) im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) heraus. Die Studienergebnisse zeigen, dass Auen bei Hochwasser als natürliche Rückhalteflächen dienen und jährlich bis zu 42.000 Tonnen Stickstoff und über 1.000 Tonnen Phosphor zurückhalten. So schützen Auen Flüsse vor Überdüngung und senken Treibhausgasemissionen. (Auto-Reporter.NET/hhg)

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