Vorstellung Audi RS 5: Kraftpaket elegant verpackt

13. April 2010

Bei Audi hat das Kürzel „RS“ schon seit 1994 Tradition. Es steht für besonders leistungsstarke Motoren, die stets ihre Kraft über den hauseigenen permanenten Allradantrieb auf die Straße bringen. Was vor 16 Jahren mit dem ersten RS 2 auf Basis des Audi 80 Avant in Kooperation mit Porsche begann, ist heute ein wichtiger Geschäftszweig innerhalb des Unternehmens.

Seit zehn Jahren ist die quattro GmbH die sportliche Tochter der Audi AG und für alle RS-Modelle verantwortlich. Neben dem RS 6 (Limousine und Avant) und dem TT RS (Coupé und Roadster) folgt jetzt ein weiterer RS. Neueste Speerspitze der Palette ist der Audi RS 5, der auf Basis des elegant gezeichneten Coupés besonders attraktiv vorfährt. Der neue RS 5, der 77.700 Euro kostet, startet ohne direkten Wettbewerber – mal abgesehen vom BMW M3. Dagegen hat Mercedes-AMG kein ähnliches Coupé im Angebot.

Für dieses RS-Modell haben die Ingenieure der quattro GmbH ein effizientes wie kraftvolles V8-Triebwerk entwickelt, das mit 4,2 Liter Hubraum 450 PS (331 kW) leistet und mit 10,8 Liter auf 100 Kilometern auskommen soll. Der hochdrehende V8-Saugmotor ist eng mit dem V10 aus dem R8-Sportwagen verwandt und profitiert als FSI-Direkteinspritzer von den technischen Entwicklungsarbeiten und den Erfahrungen aus dem Rennsport.

Mit 216 Kilo ist dieser V8 kein Schwergewicht im RS 5. Bei einem Gesamtgewicht von 1.725 Kilogramm hat jedes PS mit nur 3,83 Kilo zu tun. Das spezifische Leistungsgewicht beträgt 108,1 PS pro Liter Hubraum. Da wundert es nicht, dass der drehfreudige V8 das Coupé von null auf 100 km/h in nur 4,6 Sekunden über den Asphalt katapultiert. Wie bei Audi üblich, wird beim RS 5 die Höchstgeschwindigkeit bei 250 km/h elektronisch begrenzt. Dennoch kann der Kunde ab Werk die Höchstgeschwindigkeit auf 280 km/h anheben lassen. Bislang nutzen dieses Angebot nicht wendige RS-Kunden.

Weitaus überzeugender als die Höchstgeschwindigkeit ist die Performance des Audi RS 5, der eine neue Evolutionsstufe des permanenten Allradantriebs für längs eingebaute Motoren präsentiert. Im RS 5 verfügt der quattro-Antrieb über ein selbst sperrendes Kronenrad-Mitteldifferenzial und eine radselektive Momentensteuerung. Vorteile der neuen Allradtechnik sind die verbesserte Traktion mit der weit höheren Fahrdynamik und das geringere Gewicht. Die Fahrwerksabstimmung und deren konsequente dynamische Auslegung lassen den RS 5 in eine eigene Liga fahren.

Vom präzisen Handling, aber auch von der außergewöhnlichen Fahrsicherheit, die das kraftvolle Coupé vermittelt, konnten wir uns auf einer abgesperrten Rennstrecke überzeugen. Wie auf Schienen umrundet der RS 5 den Kurs. Nur gut, dass der Pilot im RS 5 kein Profi-Rennfahrer sein muss, um sich am schnellen Fahrerlebnis zu erfreuen. Den zahlreichen elektronischen Helfer sei Dank. Im RS 5 feiert das Doppelkupplungsgetriebe S tronic seine Premiere, deren sieben Gänge erstmals mit einem hochdrehenden Motor kombiniert sind. Technisch kein Problem: Es ist bis zu Drehzahlen von 9.000 Umdrehungen pro Minute ausgelegt.

Dass dieses Kraftpaket so elegant verpackt ist, macht das RS 5 Coupé noch sympathischer. Beispielsweise haben die Designer der quattro GmbH die Kotflügel hübsch verbreitert. Mit ihren scharfen Kanten über den Radläufen erinnern sie an das klassische Audi quattro Coupé der 80er-Jahre. Dagegen erinnert der Heckspoiler, der unauffällig in der Heckklappe des RS 5 integriert ist und ab 120 km/h automatisch ausfährt, nicht an den Trend vergangener Tage, ein großen Heckflügel zu zeigen. Natürlich steht dieser Audi auf großem Fuß, serienmäßig rollt der RS 5 auf 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 265/35er-Reifen, auf Wunsch gibt es 20 Zöller mit 275/30er-Reifen. (auto-reporter.net/Peter Hartmann)

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