VW-Konzern führte das Feld auch im Comeback an

3. Mai 2011


Die heutige Hauptversammlung der Volkswagen AG in Hamburg wird nicht nur von sonnigem Wetter begleitet, glänzend sind auch die Zahlen, die Konzernchef Prof. Martin Winterkorn für das vergangene Jahr präsentieren kann: „2010 war das erfolgreichste Jahr in der Volkswagen Geschichte. Und das kommt auch auf den Finanzmärkten an.“ Die Automobilindustrie habe wieder Fahrt aufgenommen und ein glänzendes Comeback hingelegt. Dabei habe der VW-Konzern auch im Aufschwung das Feld angeführt, betonte der Konzernchef vor den Gästen in Hamburg.

2010 steht bei Volkswagen für ein stattliches Plus bei den Imagewerten von Konzern und Marken, bei Absatz und Marktanteilen und zugleich auch beim Ergebnis und der Netto-Liquidität. Ein Zeichen großen Vertrauens ist für Martin Winterkorn, wie die Kapitalerhöhung im vergangenen Frühjahr angenommen wurde, als ein Nettoemissionserlös von 4,1 Milliarden Euro verbucht werden konnte. Diese Kapitalerhöhung war „eine der erfolgreichsten in der Geschichte der Automobilindustrie“. Insgesamt gehörte die VW-Aktie 2010 zu den stärksten DAX-Werten.

Mit 7,2 Millionen Auslieferungen hat der Volkswagen-Konzern 2010 fast eine Million Fahrzeuge mehr verkauft als im Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um 20,6 Prozent auf 126,9 Milliarden Euro, und das operative Ergebnis konnte mit 7,1 Milliarden Euro nahezu vervierfacht werden. In dem Ergebnis noch nicht enthalten sind die Geschäfte in China. Hier erwirtschafteten VWs chinesische Partnerunternehmen ein anteiliges operatives Ergebnis für den Konzern von 1,9 Milliarden Euro und damit rund 1,1 Milliarden Euro mehr als 2009.

In dem Zusammenhang hob der Konzernchef den vollen Einsatz und die große Flexibilität der 400.000 VW-Mitarbeiter hervor. „Volkswagen war 2010 mit Vollgas unterwegs!“ Da waren die Mitarbeiter „gefordert wie selten zuvor“. Winterkorn: „Der Erfolg von Volkswagen ist der Erfolg einer starken Mannschaft! Und dafür danken meine Vorstandskollegen und ich der gesamten Belegschaft auch an dieser Stelle sehr herzlich.“ Dass auch die Belegschaft am Erfolg teilhaben soll, ist bei den Wolfsburgern selbstverständlich. So gebe es im Unternehmen eine einfache, aber wichtige Regel: „Gute Leistung und gerechte Teilhabe am Erfolg gehören zusammen!“ Die Erfolgsbeteiligung der Wolfsburger könne in Deutschland ihresgleichen suchen, so Winterkorn nicht ohne Stolz.

Das vergangene Jahr stand im Zeichen sich wieder erholender Märkte. Insgesamt konnte der VW-Konzern bei den Auslieferungen um 13,7 Prozent zulegen und schnitt besser ab als der Markt. „In Europa lagen wir trotz schwierigem Umfeld leicht im Plus. In Deutschland standen 16,7 Prozent weniger Auslieferungen in den Büchern. Der Gesamtmarkt gab dagegen, bedingt durch den Wegfall der Umweltprämie, um über 23 Prozent nach“, nennt Winterkorn die Kennzahlen und verweist auf „sehr erfreuliche Zuwächse“ in Südamerika und den USA.

Unabhängig davon blieb die Asien-Pazifik-Region, speziell der chinesische Markt, der Wachstumsmotor. Es habe sich für Volkswagen immer mehr ausgezahlt, dort seit über einem Vierteljahrhundert zu Hause zu sein, wie der VW-Chef betonte. Mit fast zwei Millionen Auslieferungen habe man seine Position als Nummer 1 weiter gestärkt.

Als besonderen Wettbewerbsvorteil bezeichnet Winterkorn die Mehrmarkenstrategie seines Hauses; gerade im Aufschwung zahle sich die breite Aufstellung aus. Fast alle Konzernmarken lagen 2010 im Plus, zum Teil sogar „deutlich zweistellig“, sodass der Konzern seinen Pkw-Weltmarktanteil auf 11,4 Prozent ausbauen konnte. (Auto-Reporter.NET/arie)

Weitere Fotos zum Thema unter UnitedPictures.com.
      

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