Wie Autofahrer jetzt Winterpannen vorbeugen

29. November 2017

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Schwache Batterien, defekte Reifen oder Motorschäden sind doch
heute kein Thema mehr? Autofahrer, die so denken, unterliegen nicht
nur einem Fehlurteil. Sie sind auf dem besten Weg, selbst mit einem
dieser Defekte in der kommenden Wintersaison konfrontiert zu werden.
In der Pannenstatistik repräsentieren allein diese drei Gründe mehr
als die Hälfte aller Fälle, in denen die Fahrt im Jahr 2016 nicht
ohne die Hilfe eines Pannenhelfers fortgesetzt werden konnte. Die
Experten von Aral haben die wichtigsten vier Technikbereiche
untersucht, in denen Autofahrer ihr Fahrzeug selbst mit wenigen
Handgriffen auf die bevorstehenden Wintermonate vorbereiten können.

Batterie: Die Energiequelle steht in vielen Fahrzeugen unter
Dauerstress. Die Zahl der elektrisch betriebenen Funktionen wie
Sitzheizung, Navigationsgerät oder Lademöglichkeiten für Laptops
steigt und trifft oft auf ein unzureichendes Batteriemanagement.
Kommt dann noch ein häufiger Kurzstreckenbetrieb dazu, in dem die
Batterie praktisch nie restlos aufgeladen wird, fehlt die Kraft für
einen Kaltstart im Winter. Zum Batteriecheck vor dem ersten
Wintereinbruch gehört die Pflege der Kontakte, die mit einem Tuch
getrocknet und gesäubert werden sollten. So verhindert man das
stille Entladen der Batterie durch Kriechstrom.

Reifen: Zum jetzt anstehenden Wechsel von Sommer- auf Winterreifen
gehört ganz selbstverständlich die Überprüfung der Profiltiefe.
1,6 Millimeter Restprofil genügen zwar dem Gesetzgeber, aber
keineswegs den Anforderungen von verschneiten oder gar vereisten
Straßen. Vier Millimeter sollten es mindestens sein. An einer der
rund 2450 Aral-Tankstellen in Bundesgebiet kann außerdem auch der
Reifendruck überprüft werden. Früher wurde für Fahrten auf Schnee
und Eis häufig noch ein niedrigerer Reifendruck empfohlen, doch das
verschlechtert nicht nur die Traktion und das Fahrverhalten, sondern
lässt außerdem den Kraftstoffverbrauch steigen. Apropos
Reifendruck: Sich vollständig auf die automatischen Kontrollsysteme
an Bord zu verlassen, ist keine gute Idee. Funktionsstörungen oder
falsch interpretierte Warnungen der Reifendruckkontrollsysteme haben
inzwischen ebenfalls einen festen Platz in der Pannenstatistik.

Motorenöl: Speziell im Winter ist die eigenhändige
Füllstandskontrolle und die Überprüfung des Wechselintervalls
wichtig. Denn schon vor Ablauf der eigentlich vorgesehenen
Laufleistung oder der Zeitspanne bis zum nächsten Ölwechsel können
sich Fremdstoffe im Schmierstoff anreichern. Diese führen zu einem
Eindicken des Öls. Besonders kritisch: Kondenswasser kann sich in
der Motorlüftung ansammeln und bei Frost den Start des Aggregats
unmöglich machen. Der Anlasser schafft es dann nicht mehr, die
Kurbelwelle durchzudrehen. Bei der Auswahl des Motorenöls liegen
vollsynthetische Schmierstoffe vorn. Gegenüber den dickflüssigen
mineralölbasischen Varianten sinkt der Energiebedarf beim Start um
rund ein Viertel. Bei einer angeschlagenen Batterie kann das den
entscheidenden Unterschied ausmachen. Die passenden Motoröle
erhalten Autofahrer beispielsweise an Aral-Tankstellen.

Scheibenreiniger: Die Investition in spezielle Scheibenreiniger
lohnt sich in mehrfacher Hinsicht. Frostschutzzusätze verhindern
nicht nur ein Einfrieren des Waschwassers, sondern sind auch in der
Reinigungsleistung Hausmittelchen wie Spiritus klar überlegen.
Billige Zusätze können außerdem Materialien wie Kunststoffe und
selbst den Lack angreifen. (dpp-AutoReporter/wpr)

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