„Willi Weitzel hat's geschnallt!“ – Ein Film, der Leben rettet

14. Oktober 2010

Das größte Unfallrisiko für Kinder sind ihre Eltern! Nicht als Fußgänger oder Radfahrer – sondern als Mitfahrer im Auto verunglücken jährlich mehr als zehntausend Kinder. Im Jahr 2008 erlitten rund tausend Kinder als Mitfahrer sogar schwere und schwerste Verletzungen. Grund dafür ist meistens, dass die sechs bis zwölfjährigen Jungen und Mädchen nicht richtig gesichert sind.

Darum haben sich der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), der Automobilclub von Deutschland (AvD) und die Allianz zusammengetan und einen Film produziert, der Leben retten soll. Allen 36.000 Schulen in Deutschland und der Polizei wird dieser Film für die Verkehrserziehung kostenlos zur Verfügung gestellt.

„Glaubst Du wirklich, dass Du Dich festhalten kannst, wenn wir irgendwo gegen fahren?“ fragt Willi Weitzel im Film und findet heraus, warum der Sicherheitsgurt Lebensretter Nummer Eins ist. Der bekannte Kinder-TV- und Film-Moderator hat sich mit den Experten vom Allianz Zentrum für Technik zusammengetan und zeigt dem Nachwuchs – und den Eltern ! - , wie es richtig gemacht wird und warum Gurt und Kindersitz so wichtig sind.

Polizei und Versicherer haben nämlich festgestellt, dass außerorts von den Sechs- bis Zwölfjährigen jedes dritte Kind (37 Prozent) und innerorts fast jedes zweite (42 Prozent) nicht in einem altersgerechten Rückhaltesystem oder gar nicht gesichert ist (Quelle: BASt 2009). In der Altersgruppe bis 6 Jahre ist allerdings nahezu jedes Kind richtig gesichert (98 Prozent).

„Wir wollen mit dem Film die Kinder und deren Eltern direkt ansprechen. Denn nur in Verbindung mit einem altersgerechten Kindersitz und dem richtigen Gurtverlauf wird der Sicherheitsgurt zum Lebensretter Nummer Eins“, sagt Severin Moser, Vorstand der Allianz Deutschland AG. Das Allianz Zentrum für Technik (AZT) hat in den 1980er Jahren maßgeblich an der Einführung der Gurtpflicht mitgewirkt.

„Viele Eltern unterschätzen völlig das Risiko eines nicht richtig gesicherten Kindes. Der Film wird hoffentlich viele Kinder und Eltern überzeugen“, sagt DVR-Geschäftsführerin Ute Hammer. Und AvD Vizepräsident Frank-Rainer Nitschke erfgänzt: "Dass zwei von fünf Kindern im Auto nicht richtig gesichert werden, entweder im falschen Rückhaltesystem oder ganz ohne Kindersitz mitgenommen werden, ist alarmierend. Das möchten wir mit diesem Film ändern"

Film-Download
Der Film steht allen Interessierten zum Download auf http://www.m4-tv.com/willi_weitzel.html zur Verfügung.
Das Kopieren und Weitergeben für nicht kommerzielle Zwecke ist ausdrücklich erlaubt!

Vier Tipps für die Sicherheit

Der Beckengurt muss unmittelbar vor dem Beckenknochen liegen. Auf keinen Fall darf er über den Bauch geführt werden.
An der Schulter muss der Gurt über das Schlüsselbein laufen – nicht am Hals und nicht auf der Schultergelenkkugel.
Bei Sitzerhöhungen muss der Gurt unter den Hörnchen durchlaufen. Den Gurt immer straff ziehen, damit er eng am Körper anliegt.
Befördern Sie Kinder unter 150 cm auch bei kurzen Fahrten innerhalb der Ortschaft immer nur in altersgerechten Rückhaltesystemen.

(Auto-Reporter.NET/um)

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