Winterreifen-Weltrekord: Mit 331,61 km/h übers Eis

8. März 2011


Einen neuen Weltrekord fuhren Nokian-Winterreifen auf Eis mit einer Höchstgeschwindigkeit von 331,610 km/h. Janne Laitinen, Testfahrer von Nokian Tyres, steuerte ein Auto mit normalen Nokian-Winterreifen auf der gefrorenen Ostsee vor Finnland am 6. März mit diesem Tempo. Der führende Winterreifenspezialist der Welt brach den Rekord mit Nokian-Winterspikereifen des in Skandinavien berühmten Typs Hakkapeliitta 7 in der Grösse 255/35R20 97 T XL auf einer 14 Kilometer langen Strecke bei frostiger Witterung.

Reifen sind nun einmal die einzigen Berührungspunkte zwischen Auto und Fahrbahn. Sollen die Pneus ihre Arbeit nicht nur mit außergewöhnlich hoher Geschwindigkeit, sondern zudem auch noch auf glattem Eis und Schnee absolvieren, müssen die Winterreifen maximalen Griff, starke Festigkeit und präzise Handlingeigenschaften mitbringen, die der Leistungsfähigkeit des Autos entsprechen. Und die Gesetze der Physik kennen kein Pardon: Erreicht das Auto die Geschwindigkeit von 331 km/h, legt es mehr als 92 Meter in einer Sekunde zurück. Bei Spitzengeschwindigkeiten wirkt eine so enorme Kraft auf die Reifen, dass sich deren Durchmesser um 15 bis 20 Millimeter ausdehnt. Mit steigendem Luftwiderstand ist zur Beschleunigung auch immer mehr Griff notwendig.

"Das Testen der Winterreifen bei großen Geschwindigkeiten und unter anspruchsvollen Bedingungen ist ein wichtiger Teil ihrer Entwicklung. Mit Versuchen in Grenzbereichen können wir immer etwas Neues lernen, was später in allen unseren Produkten zu sehen und zu spüren sein wird", erläutert Matti Morri, Leiter des technischen Kundendienstes bei Nokian Tyres.

Die Regeln für den Weltrekord auf Eis sind streng und im Guinness-Buch der Rekorde genau festgelegt. So wird die Geschwindigkeit auf einer Strecke von einem Kilometer in beiden Richtungen gemessen. Den Weltrekord bildet der Durchschnitt aus diesen zwei Messungen. Dabei ist ein fliegender Start vorgeschrieben, und für den Rekordversuch gibt es nur eine Stunde Zeit. Das Eis muss sich auf natürliche Weise gebildet haben, es darf weder aufgerauht noch mit Chemikalien behandelt werden. Die Reifen müssen im Handel erhältlich und für die Nutzung im Straßenverkehr in dem Land zugelassen sein, in dem der Rekord aufgestellt wird. (Auto-Reporter.NET/br)

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