Wissmann: IAA zeigt die enorme Innovationskraft der Automobilindustrie

12. September 2013


„Die automobilste Show der Welt zeigt: Dies ist die Industrie der Innovation. Rund 1.100 Aussteller aus 35Nationen präsentieren auf der weltweit wichtigsten Automobilmesse, der 65. IAA Pkw, 159 Weltpremieren. Nur die IAA bietet so ein eindrucksvolles Innovationsfeuerwerk. Hier wird das Fenster zur Zukunft der Mobilität ganz weit aufgestoßen: Mit der Elektromobilität und mit der Vernetzung des Fahrzeugs setzt diese IAA zwei technologische Megatrends, die das Automobil und das Autofahren in den nächsten Jahren neu definieren werden:Wir machen Mobilität effizienter, sicherer, komfortabler“, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf der IAA-Eröffnungsfeier in Frankfurt am Main. Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnete die 65. IAA Pkw vor zahlreichen hochrangigen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.An Bundeskanzlerin Angela Merkel gerichtet, sagte der VDA-Präsident: „Sie eröffnen heute die internationale Leitmesse der Mobilität. Sie geben damit den Startschuss für eine IAA, deren Ruf um die Welt geht und die die automobile Welt auf Deutschland blicken lässt – von China bis in die Vereinigten Staaten, von Brasilien bis Südkorea. Die automobile Faszination ist hier so international wie nie zuvor.“ Das Auto sei viel mehr als ein reines Transportmittel: „Das Auto ist ein Stück Völkerverständigung auf vier Rädern geworden – und damit Fahrkultur in seiner wortwörtlichen Bedeutung!“ Diese IAA setze eine klare Botschaft: „Unsere Branche ist die Industrie der Ideen, die Industrie der Innovation! Nur ein rollender Stein setzt kein Moos an. Den Megatrend der mobilen Kommunikation gehen wir mit. Mit Vollgas beschleunigen wir auf der Autobahn der Innovationen“, sagte Wissmann: „In Echtzeit erfassen die Fahrzeuge die Verkehrssituation. Und die Autos geben die Informationen weiter, sie sprechen quasi miteinander. So kann der Fahrer schon dann reagieren, wenn er die Gefahr noch gar nicht sieht.“Wissmann wies zudem auf die großen Fortschritte bei der Optimierung der klassischen Antriebe hin: „Benziner und Clean Diesel werden immer effizienter. Aktuell haben die deutschen Konzernmarken 738 Modelle mit einem CO2 -Ausstoß von unter 130 Gramm pro Kilometer auf dem deutschen Markt. Allein in den letzten zwei Jahren hat sich diese Zahl mehr als verdoppelt.“ Effizientere Motoren und konsequenter Leichtbau seien die beiden großen Bausteine dieser rasanten Entwicklung. Hinzu kommen jetzt zahlreiche Serienmodelle mit alternativem Antrieb – rein batterie-elektrisch, als Plug-in-Hybrid, als Range-Extender: „Bis Ende 2014 bringen unsere Hersteller 16 E-Modelle auf den Markt. Elektromobilität ist keine Vision mehr, die Autos kommen jetzt auf die Straße“, sagte Wissmann.Kritisch ging Wissmann auf die geplante CO2-Regulierung aus Brüssel ein: „Wenn physikalische und technische Grenzen unberücksichtigt bleiben, ist es die Pflicht der Industrie, mahnend den Finger zu heben. Die Ingenieure mit ihrem technischen Know-how müssen Gehör finden bei Juristen und Bürokraten. Die Automobilindustrie taugt nicht zum politischen Spielball, der sich unter den Amtstischen in Brüssel beliebig jonglieren lässt. Bei der CO2-Regulierung geht es nicht nur um Klimaschutz. Es geht auch um eine grundsätzliche industriepolitische Weichenstellung, um die Wettbewerbsfähigkeit Europas, um die gesunde Balance von Ökologie und Ökonomie.“Eine vernünftige und realistische Gesetzgebung sei notwendig, so Wissmann: „Das für 2020 angestrebte 95-Gramm-Ziel stellen wir nicht grundsätzlich in Frage. Aber um Wertschöpfung und Beschäftigung nicht zu gefährden, müssen wir auch über den Tellerrand schauen: In den USA sind bis 2020 nur 121 g CO2/km vorgeschrieben, in China 117 Gramm, in Japan 105 Gramm. Wenn wir in Europa bei alternativen Antrieben mitspielen wollen, müssen wir Innovationen anregen. China und die USA gewähren Supercredits in einem weitaus höheren Maße, als es sich die EU-Kommission vorstellt: In den USA werden Elektroautos zweifach angerechnet, in China sogar fünffach. Auch in Europa erreicht man kluge Zukunfts-Entscheidungen nicht durch Strangulierung, sondern durch Stimulierung.“ (Auto-Reporter.NET/hhg)

{ 0 comments… add one now }

Leave a Comment

Previous post:

Next post: