Zum elften Mal ausgezeichnet: „Auto der Vernunft“

5. Februar 2011


Mit der festlichen Preisverleihung fand gestern Abend im Berliner Meilenwerk die Wahl des „Autos der Vernunft 2011“ ihren Abschluss. Entschieden hatten wieder die Leser des Verbrauchermagazins „Guter Rat“ und der „SUPERillu“. Die alljährliche Kür in drei Kategorien fand zum elften Mal statt. In der Kategorie „Kompakt“ wurde der Audi A1, in der Kategorie „Limousine“ der Skoda Octavia GreenLine „Auto der Vernunft 2011“, und im Segment „Kombi/Van“ gewann der Opel Meriva.

Der Sonderpreis „Innovation der Vernunft 2011“ ging an den Leichtbau-Sitz des Autozulieferers IFA Rotorion, der aus Faserverbundmaterial besteht, gelenklos konstruiert wurde und nicht mehr – wie bei Pkw-Sitzen üblich – aus 80, sondern nur noch aus zwölf Einzelteilen besteht. Der Sitz wiegt um die Hälfte weniger als konventionelle Sitzsysteme und kann preisgünstiger hergestellt werden. Sitze dieser Bauweise könnten wesentlich dazu beitragen, das Leergewicht eines Pkws zu reduzieren, hieß es bei der Übergabe der Auszeichnung.

Bei den Autos fiel die Wahl der Leser auf den Audi A1, weil er in einer auf knapp vier Meter Länge komprimierten Karosserie die Sicherheit und den Komfort höherer Fahrzeugklassen bietet. Der Skoda Octavia GreenLine setzte sich mit seinem in Bezug auf das großzügige Raumangebot sehr niedrigen Verbrauch von 3,8 Liter Diesel-Kraftstoff durch. Beim Opel Meriva überzeugte das innovative Türkonzept des sparsamen und erschwinglich gebliebenen Familienautos.

Die Leser der beiden Zeitschriften urteilten aus Sicht des Autokäufers, für den Sicherheit, ansprechende Leistung, wenig Kraftstoffverbrauch und ein guter Preis zählen. Offenbar muss ein Pkw aber auch mit Alltagstauglichkeit punkten können. Wie der Chefredakteur des Verbrauchermagazins „Guter Rat“, Werner Zedler, bei der Preisverleihung sagte, habe es keines der fünf Fahrzeuge mit reinem Elektro- oder Hybridantrieb, die erstmals zur Wahl standen, bis aufs Siegerpodest geschafft. Das zeige, dass noch gewaltige Entwicklungsarbeit zu leisten sei, bis der Elektroantrieb vom Kunden als vernünftige Alternative akzeptiert werde. In einem funktionierenden Markt setze sich „die Lösung und nicht die Vision durch“, so Zedler. Ein spannender Wettbewerb auch rund um eine Frage werde noch über Jahre begleiten: „Taucht der Superakku auf?“

Die an der Wahl des „Autos der Vernunft 2011“ beteiligten Leser konnten mit einer entsprechenden Portion Glück einen Renault Grand Scenic gewinnen. Das Glück war einem Leser aus Hildesheim hold. (Auto-Repoter.NET/Wolfram Riedel)
   

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